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München – Als sie sich von ihm trennte, sollte sie in seiner kranken Vorstellung für keinen anderen Mann mehr attraktiv sein. Am Tag nach dem Messerangriff auf eine 49-Jährige gibt es starke Hinweise auf das Motiv des mutmaßlichen Täters: Ahmad K. (50) sah seine ehemalige Freundin Tanja T. (49) offenbar als seinen Besitz und sich selbst als allmächtigen Herrn ihres Schicksals.

Am Donnerstag gegen 22.15 Uhr löste die Polizei München Großalarm in der Stadt Haar aus. In der Georg-Eisenreich-Straße hatte ein Mann eine Frau mit einem Messer schwer verletzt, war geflüchtet. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte Tanja T. mit Schnitt- und Stichverletzungen an Kopf und Oberkörper. Die Schwerverletzte kam ins Krankenhaus. Lebensgefahr bestand zum Glück nicht. Gleichzeitig lief die Großfahndung nach dem Täter an.

Großeinsatz im Münchner Stadtteil Haar am späten Donnerstagabend

Großeinsatz in der Stadt Haar am späten Donnerstagabend

Foto: Karl Keim

Schnell war der Name des Verdächtigen ermittelt: Ahmad K., der Ex-Freund des Opfers. Überall in der Stadt hielten Streifen nach ihm Ausschau, auch Spürhunde und Drohnen waren an der Fahndung beteiligt. Kurz vor Mitternacht wurde der Libanese am S-Bahnhof Haar entdeckt. Zugriff!

Frau sollte nie wieder eine Liebesbeziehung haben

Nach BILD-Informationen sagte er nach seiner Festnahme, dass er sich durch die endgültige Trennung von Tanja S. entehrt gefühlt habe. Damit sie keine neue Liebesbeziehung eingehen könne, habe er ihr im Treppenhaus vor ihrer Wohnung aufgelauert und sie entstellt.

Christian Drexler, Sprecher der Polizei München, zu BILD: „Die Mordkommission K11 ermittelt nun wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes. Der Tatverdächtige befindet sich in der Haftanstalt des Polizeipräsidiums und wird heute noch einem Haftrichter vorgeführt.“