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Alarm im Homeoffice! Internet-Gangster haben weltweit Tausende Router angegriffen und zu einem gefährlichen „Botnetz“ zusammengeschaltet. Die fiese Software namens „KadNap“ schleicht sich unbemerkt auf Ihr Gerät – und macht es zur Waffe für Kriminelle!
Die unsichtbare Gefahr im Flur
Das Tückische an der neuen Hacker-Welle: Man merkt absolut nichts! „KadNap“ schleicht sich über Sicherheitslücken auf den Router. Die Malware ist so programmiert, dass sie die Verbindung zu den Gangster-Servern perfekt tarnt. Herkömmliche Sicherheits-Checks versagen meist kläglich. Laut „Ars Technica“ sind bereits über 14.000 Geräte weltweit infiziert.
Ihr Router als ferngesteuerte Waffe
Einmal gekapert, wird Ihr Router Teil einer digitalen Roboter-Armee (Botnetz). Die Hacker können Ihr Gerät von der Ferne aus steuern, um damit Internetseiten lahmzulegen. Aktuell leiten sie den Datenverkehr von dubiosen Anonymisierungsdiensten um. Das Schlimme: Die Hintermänner können das jederzeit beliebig ändern – ohne dass Sie es merken!
Der große Sicherheits-Check: Bin ich betroffen?
Eigentlich läuft das Internet ganz normal weiter, auch wenn der Router infiziert ist. Doch die Sicherheitsforscher von „Black Lotus“ haben die IP-Adressen der Hacker ins Netz gestellt. Suchen Sie in den Verbindungsdaten Ihres Routers nach den Nummern. Bei der Fritz!Box geht das etwa durch Öffnen von http://fritz.box. Scrollen Sie zum Bereich Paketbeschleunigung. Dort finden Sie (je nach Modell) eine Schaltfläche wie Energiemonitor oder Statistik, die aktive Verbindungen anzeigt. Taucht dort eine der IP-Adressen auf, ist das Gerät infiziert und muss auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Sonst könnten die Hacker Ihren Router beispielsweise dazu nutzen, auch den PC zu infizieren, dort Daten zu stehlen oder zu verschlüsseln, oder auch auf am Router angeschlossene Geräte wie Drucker und Festplatten zugreifen.