Radler lieben Sachsen
So soll der Zweirad-Tourismus jetzt ausgebaut werden
14.03.2026 – 08:26 UhrLesedauer: 1 Min.
Radtouristen sind auf eine gute Infrastruktur angewiesen (Archivbild): (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa/dpa-bilder)
Radreisende bringen Sachsen über 560 Millionen Euro. Nun sollen neue Maßnahmen noch mehr Geld in die Landeskassen spülen.
Was haben Dresden, Torgau, Wittenberg und Magdeburg gemeinsam? Die Städte liegen alle am Elberadweg, einem Ranking des Fahrradclubs ADFC zufolge Deutschlands beliebtester Radfernweg. Die Tourismusorganisationen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben Maßnahmen angekündigt, um den Radtourismus in der Region auszubauen.
Demnach soll die Qualität der Radangebote – etwa Beschilderung und Serviceangebote – stetig verbessert werden. Außerdem arbeite man an einer Strategie, um den Fahrradtourismus besser zu vermarkten.
Mit Radreisenden erwirtschaftet in Sachsen nach Angaben des Landestourismusverbandes jährlich mehr als 560 Millionen Euro Umsatz. Damit sichere der Radtourismus im Freistaat rund 10.800 Arbeitsplätze. Dennoch rangieren alle drei mitteldeutschen Länder im bundesweiten Vergleich nur im Mittelfeld.
Laut ADFC unternahmen 2025 bundesweit rund 3,3 Millionen Menschen eine Radreise mit mindestens drei Übernachtungen; weitere 4,2 Millionen waren auf Kurztrips mit ein bis zwei Nächten unterwegs. Bei den längeren Reisen belegten Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Plätze zehn, elf und zwölf. Bayern und Niedersachsen standen bei Radreisenden laut ADFC deutlich höher in der Gunst.
