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80 Kilometer. Zwei Städte. Ein Bundesland im Ausnahmezustand. Am Sonnabend (20 Uhr, live bei Dyn/Anzeige) bebt die Wunderino-Arena. Das 116. Nordderby zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt steht an – ein Handball-Duell voller Brisanz, Härte und Emotionen. Es geht um die Nr. 1 in Schleswig-Holstein. Und für Kiel um womöglich die letzte Tür zur Champions League. „Für mich ist es das größte Spiel, das es im Handball gibt“, sagt Kiels Geschäftsführer Viktor Szilagyi (47).

Foto: Dyn

Und sein THW bastelt am Überraschungs-Coup: Nach BILD-Informationen drängt Elias Ellefsen á Skipagotu (23) auf sein Comeback. Der Färinger fehlte in den vergangenen Wochen mit Problemen an der Wurfschulter. Sein Comeback im Derby ist nicht ausgeschlossen.

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„Es ist weiterhin unser Ziel, nächstes Jahr in der Champions League zu spielen“, sagt Szilagyi. Er unterstreicht: „Dieses Derby hat eine andere Bedeutung, allein schon wegen der Gesamtkonstellation in der Bundesliga. Es fällt am Wochenende keine endgültige Entscheidung über die Saison, aber um unsere Chancen auf einen Champions-League-Platz aufrechtzuerhalten, wäre ein Sieg natürlich elementar wichtig.“

Müssen eine schwere Aufgabe bestehen – das Nordderby gegen Flensburg: THW-Trainer Filip Jicha (43/l.) und Geschäftsführer Viktor Szilagyi (47)

Müssen eine schwere Aufgabe bestehen – das Nordderby gegen Flensburg: THW-Trainer Filip Jicha (43/l.) und Geschäftsführer Viktor Szilagyi (47)

Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto

Der Erfolg am Dienstag in der European League (36:29) gegen Flensburg war ein Stimmungsaufheller nach den Rückschlägen gegen Gummersbach und Stuttgart. Mehr nicht. „Das war ein Warm-up für das Spiel am Sonnabend. Dann werden die Emotionen ganz andere sein“, sagt Trainer Filip Jícha (43). THW-Kapitän Domagoj Duvnjak (37) kündigt an: „Es wird ein ganz anderes Spiel.“

HBL: THW Kiel hat Champions-League-Druck!

Kiel steht mehr unter Druck. Die Zebras brauchen den Sieg, um im Rennen um die Champions League zu bleiben. Selbst wenn die HBL nächste Saison drei Startplätze erhalten sollte, was nach BILD-Informationen der Fall sein wird, wäre der Weg über die Liga extrem steinig. Mykola Bilyk (29) sagt: „Wenn wir dieses Spiel verlieren, dann wird es sehr schwer. Es ist jetzt schon nicht so einfach. Aber mit einer Niederlage sehe ich es als unrealistisch an.“

Die Kieler hoffen auf seine Kader-Rückkehr: Elias Ellefsen a Skipagotu (23)

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Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto

Die Historie (67 Siege, 43 Niederlagen, 5 Remis) spricht für Kiel, die Gegenwart für den Rivalen: Die letzten fünf Liga-Derbys gingen an die SG (Hinspiel 36:34). Mit nur neun Minuspunkten ist Flensburg erster Verfolger von Magdeburg und in der Pole-Position im Rennen um die Champions-League-Plätze. SG-Kapitän Johannes Golla (28) erwartet „einen ganz heißen Tanz“. Nach der European-League-Schlappe sagt er mit Blick auf den Liga-Hit: „Wir haben noch mehr zu bieten.“

10.285 Fans, darunter Ministerpräsident Daniel Günther (52), verwandeln die ausverkaufte Wunderino-Arena in eine weiße Wand. Es ist das 116. Nordderby. Und für den THW Kiel fühlt es sich an wie ein Endspiel im März.