Das Programm: Von 1946 bis in die Gegenwart

Den Auftakt macht am 19. März im Museumskino eine Kleine Filmakademie – ein filmisch illustrierter Einführungsvortrag, der das Thema in seinen historischen und ideologischen Kontext einbettet. Anschließend läuft „Ehe im Schatten“ (1946) von Kurt Maetzig – der erste deutsche Nachkriegsfilm überhaupt, der den Holocaust direkt thematisierte, und bis heute ein eindringliches Dokument der frühen Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit. Die Vorführung erfolgt in 35mm auf den originalen Ernemann-VII-B-Projektoren des Hauses.

Die westdeutsche Perspektive beleuchten „Der Ruf“ (1949) am 26. März und „David“ (1979) am 9. April, beide im Museumskino. Den ostdeutschen Blick vertreten Konrad Wolfs „Sterne“ (1959) am 1. April sowie Horst Seemanns „Levins Mühle“ am 29. April, beide im Clubkino im Lingnerschloss. Am 7. Mai führt Volker Koepps Dokumentarfilm „Herr Zwilling und Frau Zuckermann“ (1999) in die jüdische Kulturwelt im Westen der Ukraine – für viele Zuschauer eine bewegende Wiederbegegnung. Ein Abend mit aktuellen Kurzfilmen am 22. April im Clubkino ergänzt die Reihe um ganz persönliche, künstlerische Annäherungen an Erinnerung, Identität und Zugehörigkeit.