Die Ratinger Ice Aliens haben auch im dritten Vergleich der Spielzeit 2025/26 den Eagles Essen-West Paroli geboten, mussten sich aber nach 60 Minuten mit 2:3 (0:2, 1:1, 1:0) geschlagen geben. Schon am Sonntagabend steigt das zweite Endspiel um die Meisterschaft der Eishockey-Regionalliga West in der Eissporthalle Am Sandbach, das erste Bully erfolgt um 18 Uhr.

Die Stimmung hätte schon vor Beginn des ersten Spiels der Endspielserie nicht besser sein können, auch wenn lediglich 2188 Zuschauer, darunter rund 100 Fans aus Ratingen, zu Gast in der Eissporthalle am Essener Westbahnhof waren. Kostenpflichtiger Inhalt Ratingens Trainer Frank Gentges konnte in Bestbesetzung antreten, den Eagles fehlte der aufgrund einer Spieldauerdisziplinarstrafe gesperrte Stürmer Lennart Otten.

Unterbrechung wegen Bierrosetten auf dem Eis

Auch am Essener Westbahnhof ließen es sich die Ratinger Fans nicht nehmen, nach der deutschen Nationalhymne und mit dem Anpfiff der Partie Bierrosetten in die Luft zu werfen. Die Partie musste kurz unterbrochen werden, um diese dann vom Eis zu sammeln. Die Anfangsphase gehörte den Ice Aliens, die in Unterzahl nach 180 Sekunden durch Josh LeBlanc die Latte trafen.

In der 13. Minute wurde der Puck nach einem Pass eines Ratingers abgefälscht und ging über die Bande, traf einen jungen Zuschauer am Kopf. Die Blutung wurde von den Sanitätern mit einem Turban versorgt, später wurde er zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht.

Essen nutzt die Überzahl zweifach

Die Partie war intensiv, Ratingen kassierte nur die eine oder andere unnötige Strafe. Als Tobias Fischer eine Fünf-Minuten-Strafe absaß, traf Enrico Saccomani in der 18. Minute erst den Pfosten und wenige Sekunden später ins Netz zur 1:0-Führung der Gastgeber. Und Ilia Zheltakov legte wenig später, ebenfalls noch in Überzahl, zum 2:0 nach.

Im zweiten Drittel gelang es den Ice Aliens, schnell zum 1:2-Anschlusstreffer durch Sebastian Brockelt zu kommen, doch gerade einmal 130 Sekunden später schlug ein überraschender Schuss von Ugnius Cizas zum 3:1 im Ratinger Gehäuse ein. Essen erhöhte den Druck, doch die Gäste wehrten sich und konnten einen weiteren Treffer verhindern, sodass die Partie ausgeglichen und spannend blieb.

„Ganz einfach: Wir müssen das Tor treffen“

„Es macht sehr viel Spaß, hier vor dieser Kulisse zu spielen“, sagte Ratingens Alexej Dmitriev an seiner alten Wirkungsstätte bei einem Kurzinterview bei Sprade.TV in der zweiten Drittelpause. „Essen ist eine Topmannschaft, und wir müssen etwas zurückgezogener agieren.“ Auf die Frage, wie Ratingen den Zwei-Tore-Rückstand aufholen könne, antwortete der Stürmer der Aliens: „Ganz einfach. Wir müssen das Tor treffen.“

Und gesagt, getan: Im letzten Drittel gelang Fischer auf Zuspiel von Eric Stephan und Raphael Palmeira Kerkhoff ein Willenstreffer zum 2:3, es waren noch 15 Minuten zu spielen. Und Ratingen kam besser ins Spiel, hatte die eine oder andere gute Chance, die Alexander Rose im Gehäuse der Eagles aber zunichtemachte. Eine Minute vor dem Spielende nahm Gentges Linus Schwarte, der wieder ein starker Rückhalt war, zugunsten eines weiteren Spielers vom Eis, doch am Ende blieb es bei der knappen 2:3-Niederlage. Damit sind die Essener mit 1:0 in der Endspielserie in Führung gegangen, am Sonntag geht es im zweiten Spiel am Ratinger Sandbach weiter.

Tore: 1:0 (17:37) Saccomani (Birzins, Zheltakov), 2:0 (19:04) Zheltakov (Kryvorutskyy, Becker), 2:1 (25:27) Brockelt (Stroh, Stephan), 3:1 (27:37) Cizas (Kryvorutskyy, Birzins), 3:2 (44:15) Fischer (Stephan, Palmeira Kerkhoff).