Collage: Gordon Hoffmann, Generalsekretär der CDU Brandenburg; Martina Klement (CDU), Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung. (Quelle: dpa/Pleul/Carstensen)

Stand: 14.03.2026 • 13:02 Uhr

Die Namen der neuen CDU-Minister stehen offenbar fest: Eine CSU-Politikerin soll Wirtschaftsministerin und der Brandenburger CDU-Generalsekrtetär soll das Bildungsressort übernehmen.

  • Martina Klement und Gordon Hoffmann sollen neben CDU-Chef Jan Redmann Ministerposten erhalten
  • CDU-Mitglieder stimmen Koalitionsvertrag mit SPD zu
  • Landeschef Redmann wünscht sich Steeven Bretz als Fraktionsvorsitzenden
  • Ministervereidigung am kommenden Mittwoch geplant

Die CSU-Politikerin Martina Klement soll Brandenburgs neue Ministerin für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa werden. Gordon Hoffmann soll Bildungsminister werden – er wäre der erste Ressortchef in diesem Ministerium mit CDU-Parteibuch.

Darüber informiert CDU-Landesvorsitzender Jan Redmann am Vormittag den Landesvorstand seiner Partei. Zuerst hatte über die Personalien der „Nordkurier“ berichtet.

Gordon Hoffmann ist seit 2019 Generalsekretär der Brandenburger CDU. Er war seit 2009 Sprecher für Bildungspolitik in der CDU-Landtagsfraktion. Dass der Landesvorsitzende Jan Redmann neuer CDU-Innenminister in Brandenburg wird, war bereits vorher bekannt.

Klement war bisher Staatssekretärin in Berlin

Die 45-jährige Martina Klement ist seit 2023 Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung sowie Berliner Chief Digital Officer in der Berliner Senatskanzlei. Sie freue sich auf ihre neue Aufgabe, so die CSU-Politikerin nach ihrer Nominierung durch die CDU. „Ich bedanke mich sehr für das Vertrauen und danke allen, mit denen ich in den vergangenen Jahren für Berlin so viel bewegen konnte“, so Klement. „Und ich bin mir sicher: Wir werden für Berlin und Brandenburg über Landesgrenzen hinweg noch viel Gutes erreichen.“

Klement dankte dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) für seine „großartige Unterstützung“ und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gemeinsam sei es gelungen, eine Verwaltungsreform für Berlin zu beschließen und Berlin für die Zukunft mit weniger Bürokratie und klaren Zuständigkeiten besser aufzustellen. „Auch die Bürgerämter sind wieder für die Berlinerinnen und Berliner da und bieten einen umfassenden Service an, mit immer mehr digitalen Dienstleistungen.“

Wegner dankt Klement

Wegner selbst dankte Klement für ihren „herausragenden Einsatz für Berlin“. „Ich wünsche ihr alles Gute in Brandenburg und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit der neuen brandenburgischen Landesregierung für und in der Metropolregion Berlin-Brandenburg.“

Der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach nannte es bitter für Berlin dass diejenige von Bord geht, die die Verwaltungsreform im Roten Rathaus emsig vorantrieb. Kai Wegner müsse nun sicherstellen, dass Berlin die Verwaltungsreform rechtzeitig abschließen kann.

Grünen-Spitzenkandidat und Fraktionsvorsitzender Werner Graf sagte, mit Klement verliere Kai Wegner sein fähigstes Regierungsmitglied.

Klement und Hoffman bei Landesvorstandssitzung

Nach Informationen des rbb stellte sich Klement am Vormittag in der Landesvorstandssitzung in Potsdam vor, sie nahm an der Seite von Gordon Hoffmann und Jan Redmann an der Sitzung teil.

Die Ministerinnen und Minister im neuen Kabinett von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sollen am Mittwoch (18. März) im Landtag vereidigt werden.

Als neuen Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion schlug Redmann den bisherigen Parlamentarischen Geschäftsführer Steeven Bretz vor.

CDU stimmt Koalitionsvertrag zu

Unterdessen hat die CDU in Brandenburg auch dem Koalitionsvertrag mit der SPD mit klarer Mehrheit zugestimmt. In einem Mitgliederentscheid sprachen sich 83 Prozent der teilnehmenden Mitglieder für die Vereinbarung aus, wie die Partei mitteilte.

Von rund 5.000 Mitgliedern beteiligten sich demnach 1.618 an der Abstimmung. Der CDU-Landesvorstand nahm das Ergebnis zur Kenntnis und stimmte einstimmig für die Bildung einer Koalition mit der SPD.

Der Landesvorsitzende Jan Redmann dankte den Mitgliedern für die breite Zustimmung. „Dieses klare Votum ist ein starkes Signal für den gemeinsamen Weg, den wir jetzt für Brandenburg einschlagen“, erklärte er. „Jetzt geht es darum, die vereinbarten Vorhaben umzusetzen und unser Land Schritt für Schritt voranzubringen.“ Die wirklich große Aufgabe beginne jetzt.

Sendung: rbb24 Inforadio, 14.03.2026, 11:30 Uhr

Rundfunk Berlin-Brandenburg