Allein die Vielzahl der Instrumente, die er auf der Bühne aufgereiht hat, beeindrucken. Zehn Stück sind es. Zwei Gitarren, acht Blasinstrumente, ein Saxophon darunter. Den musikalischen Backgrund produziert er mit Computerhilfe. Das klappt ganz gut, auch wenn er ständig auf Knöpfe drücken muss. Sicherheitshalber hat er sich eine lange Datei mit allen Liedtexten und Textübergängen angefertigt. 

Wollmerstädt singt Deutsch, Russisch und Ukrainisch. Die meisten Lieder haben ihren Ursprung in den Weiten Russlands. Er hat in Donezk in der Ukraine Geologie studiert, zu einer anderen Zeit. Fünf Jahre hat er in der Ukraine gelebt und verliebte sich in Sprache, Musik und Literatur. Slawische Lieder hat er in sich aufgesogen. Die Lieder, die er Seelenlieder nennt, übersetzte er nicht nur ins Deutsche, sondern passte sie an und interpretierte sie neu. Oft hat er seine Werke sogar mit den ursprünglichen Interpreten abgesprochen. 

Der Künstler mit Saxophon.