2026 und 2027 sollen in Wuppertal wieder einige Spiel- und Bolzplätze neu angelegt beziehungsweise grundüberholt werden. Im Jugendhilfeausschuss im Februar wurde die Vorlage erstmals vorgestellt, in den nächsten Sitzungen der Bezirksvertretungen im April werden die Pläne diskutiert. Im Mai dann wird der Jugendhilfeausschuss eine Entscheidung treffen.
In Elberfeld sollen 2026 zwei Spielplätze für insgesamt 460 000 Euro saniert werden. Nach Elberfeld-West fließen 65 000 Euro. Insgesamt soll eine Summe in Höhe von 770 000 Euro für Wuppertal in diesem Jahr bereitstehen. 2027 erhöht sich die Summe auf 890 000 Euro: Davon profitieren Uellendahl-Katerberg (250 000 Euro), Elberfeld (150 000 Euro) und Elberfeld-West (70 000 Euro). In den Plänen werden auch Spiel- und Bolzplätze in Barmen, Cronenberg, Vohwinkel und Langerfeld-Beyenburg bedacht.
Damit wird der Spielflächenbedarfsplan weiter fortgeschrieben. Darin werden Bestand, Zustand und Perspektive der Wuppertaler Bolz- und Spielplätze erfasst und hinsichtlich des Sanierungsbedarfs bewertet. Dabei spielen unter anderem die soziale Situation der Kinder und Jugendlichen vor Ort, die durchschnittliche Benotung und die Bedarfsdeckung des jeweiligen Quartiers eine Rolle.
Die tatsächlichen Arbeiten können allerdings erst beginnen, wenn auch der Haushalt für die Jahre 2026/2027 beschlossen ist. Die geplanten Kosten sind lediglich Schätzungen, da es zu verschiedenen Schwankungen kommen kann, die den Preis verändern.
Tausende Kinder profitieren
von der Sanierung der Spielplätze
Elberfelds Bezirksbürgermeister Soufian Goudi (SPD) freut sich über die Aussichten: „Von den Sanierungsarbeiten in den nächsten Jahren profitieren in Elberfeld rund 5500 Kinder, die im direkten Umfeld leben.“ Er betont, wie wichtig gerade in dicht besiedelten Stadtbezirken gute sichere und moderne Spiel- und Bewegungsflächen sind. Er weist darauf hin, dass 2026 auch der Bolzplatz Weidenplatz mit 50 000 Euro von der Stadt und 10 000 Euro aus GfG-Mitteln der BV saniert wird. „Wir wissen, dass viele Spiel- und Bolzplätze sanierungsbedürftig sind und stellen deshalb gerne zusätzliche Mittel zur Verfügung“, so Goudi. Kinder und Familien sollen in Zukunft attraktive Orte für Spiel und Bewegung erhalten, das sei das erklärte Ziel der Bezirkspolitik.
Kleverplatz (2026) In der Vorlage der Stadtverwaltung heißt es, der Spielplatz habe eine zentrale Versorgungsfunktion. Er wurde 2006 gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen neu geplant. In den letzten Jahren musste aber ein Großteil der Spielgeräte aus Gründen der Verkehrssicherung demontiert werden. „In absehbarer Zeit werden auch die restlichen Spielgeräte nicht mehr nutzbar sein“, so heißt es in der Vorlage. Wegen der hohen Bedeutung für rund 2600 Kindern unter 15 Jahren im Umkreis von 1000 Metern, werde der Spielplatz priorisiert behandelt. Auch aufgrund seiner Größe wird mit Kosten in Höhe von 310 000 Euro gerechnet.
Brunnenstraße (2026) Der Spielplatz hat eine wichtige Funktion für den Ölberg – 1700 Kinder unter 15 Jahren leben im Umkreis von 500 Metern. Mit einem veralteten Klettergerüst, das kurz vor der Absperrung steht, einer Spielegalerie und zwei kleinen Spielpunkten ist hier Handlungsbedarf gegeben. Die Sanierung bezieht sich allerdings ausschließlich auf die Fläche zwischen Brunnenstraße 6 und 12. Auf der gegenüberliegenden Seite wurden ein Durchgangsweg und eine Grünanlage ausgebaut. Zuletzt wurde hier 2003 etwas gemacht. Die Kosten der Sanierung sollen rund 150 000 Euro betragen.
Bolzplatz Arrenberger Straße (2026) Der Sportplatz am Arrenberg ist hochfrequentiert und soll auch den Bolzplatz am Gutenbergplatz entlasten. Die Schäden am Kunstrasen sind groß und beeinträchtigen die Nutzung. Die Verwaltung weist auf einen Baum hin, der am Spielfeldrand ist und unter Schutz steht – er müsse schonend in die Fläche integriert werden. 950 Kinder leben im Radius von 500 Metern, am Platz wurde zuletzt 1997 etwas gemacht. Die Sanierung wird rund 65 000 Euro kosten.
Am Wasserturm / Bredtchen (2027) In Uellendahl-Katernberg soll dieser Spielplatz von 1998/99 saniert werden. Der Platz liegt im Wäldchen am Wasserturm und hat aufgrund der direkten Anbindung an die Grundschule eine besondere Funktion. Er wird stark frequentiert. Nach Angaben der Stadt befinden sich viele der Spielgeräte „im letzten Lebensquartal“. Das dort installierte Spielschiff ist schon seit Längerem abgesperrt, ein weiteres Gerät wurde zurückgebaut. Auch wegen der Größe des Platzes und der herausfordernden Topografie sind 250 000 Euro für die Sanierung angesetzt.
Weidenplatz (2027) Auch dieser Spielplatz in der Elberfelder Südstadt muss saniert werden. 1200 Kinder unter 15 Jahren leben im 500-Meter-Radius. Vor allem die Holzspielgeräte des 2002 zuletzt angepackten Platzes sind nach Angaben der Stadt in einem schlechten Zustand. Zwar habe man oberflächlich einige Reparaturen vornehmen können, doch auch die Unterkonstruktionen der Geräte seien angegriffen. Deshalb ist eine Sanierung in absehbarer Zeit notwendig. Für 2027 sind dafür 150 000 Euro eingeplant. Der angrenzende Bolzplatz soll dagegen schon 2026 saniert werden.
Bolzplatz Gutenbergstraße (2027) Der Bolzplatz am Arrenberg nahe der Schwebebahnhaltestelle Pestalozzistraße ist ein wichtiger Aufenthaltsort für das Quartier. Noch ist der Platz geöffnet, laut Verwaltung aber wegen des hohen Nutzungsdrucks stark abgenutzt. Deshalb ist die Sanierung für rund 70 000 Euro zeitnah angesetzt.