"Prüf!" steht auf einem Schild bei einer Demo für ein AfD-Prüfverfahren.

Stand: 14.03.2026 17:23 Uhr

Die Demonstranten fordern die Prüfung eines Verbots von Parteien, die unter Rechtsextremismusverdacht stehen. Dafür wollen sie jetzt jeden zweiten Samstag im Monat auf die Straße gehen.

In Hannover hat am Samstagnachmittag Niedersachsens eine erste sogenannte „Prüf“-Demo stattgefunden. Rund 1.200 Menschen sind dabei nach Angaben der Polizei in Hannover auf die Straße gegangen. Sie setzen sich für Verbotsverfahren gegen Parteien ein, die der Verfassungsschutz als rechtsextremen Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem einstuft. Jeden zweiten Samstag im Monat soll ab jetzt in den jeweiligen Landeshauptstädten eine „Prüf“-Demo stattfinden – also auch in Hannover.

AfD im Zentrum der Verbotsdebatte

Hinter den Protesten steht die Organisation „PRÜF“, die der Satiriker, Aktivist und Politiker Nico Semsrott gegründet hat. „PRÜF“ steht für „Prüfung Rettet Übrigens Freiheit!“ Im Zentrum einer Verbotsdebatte steht zur Zeit die AfD. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte die Partei Anfang Mai vergangenen Jahres als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ eingestuft. Dagegen geht die AfD juristisch vor. Die Einstufung wurde im Februar vom Kölner Verwaltungsgericht per Beschluss in einem Eilverfahren ausgesetzt.

Bei einer Veranstaltung ist das Logo des niedersächsischen AfD-Landesverbandes zu sehen.

Man wolle während des laufenden Verfahrens darauf verzichten, die AfD Niedersachsen öffentlich als „gesichert rechtsextremistisch“ zu bezeichnen.

Die AfD-Politikerin Anja Arndt bei einer Veranstaltung auf einem Podium.

Der AfD-Landesvorstand hat ihr mit sofortiger Wirkung die Mitgliedsrechte entzogen. Arndt spricht von unbelegten Vorwürfen.

Anhänger der Alternative für Deutschland heben auf einer Veranstaltung Stimmkarten in die Höhe.

Im Interview spricht ein Experte über die Hochstufung der AfD Niedersachsen – und wie ihre Wähler darauf reagieren könnten.

Screenshot eines Chats auf WhatsApp

Die Nachricht setzt Landeschef Schledde unter Druck. Die Bundestagsabgeordnete Uhr, die Vorwürfe erhoben hatte, zeigt sich kämpferisch.

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