Rund 52 Apotheken gibt es in Karlsruhe. Sie versorgen die Menschen mit Medikamenten, Impfungen, Pflegeprodukten und ganz besonders mit fundierter Beratung. Doch dieses Versorgungsnetz ist in Gefahr. Die Apothekenteams schlagen Alarm. Grund dafür ist die mangelnde Anpassung der Apothekenhonorierung. „Seit 2003 gab es im Wesentlichen keine ausreichende Anpassung der Apothekenhonorierung. Gleichzeitig sind die Kosten in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Die allgemeine Inflation liegt seit 2003 bei rund 60 Prozent, während die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung im selben Zeitraum um mehr als 100 Prozent gestiegen sind. Dennoch sinkt der Anteil der Apotheken an den GKV-Ausgaben immer weiter.“, heißt es in einer Presseerklärung gezeichnet von Felix Maertin, dem Ersten Vorsitzenden der Gruppe Karlsruher Apotheker e.V.

Bundesweiter Streik betrifft auch Apotheken in Karlsruhe

Deswegen wird es deutschlandweit am 23. März zu einem bundesweiten Streik kommen. Auch die Einwohner Karlsruhes müssen sich darauf vorbereiten, dass an diesem Termin in den Apotheken nur Notdienst durchgeführt werden könnte.

Apotheken leisten weit mehr, als nur die Versorgung mit Medikamenten.

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Apotheken leisten weit mehr, als nur die Versorgung mit Medikamenten.
Foto: Monika Skolimowska, dpa (Symbolbild)

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Apotheken leisten weit mehr, als nur die Versorgung mit Medikamenten.
Foto: Monika Skolimowska, dpa (Symbolbild)

Maertin ist bewusst, dass die Folgen der ausgebliebenen Honorarangleichung längst in Karlsruhe spürbar sind: „Immer mehr Apotheken schließen, Versorgungsstrukturen werden ausgedünnt und die Belastung der verbleibenden Betriebe steigt weiter. Dabei sichern öffentliche Apotheken tagtäglich die wohnortnahe Arzneimittelversorgung, Notdienste, individuelle Rezepturen, Beratung, Impfangebote und das Management von Lieferengpässen.“

Karlsruher Apotheken finanziell belastet

In der Presseerklärung heißt es außerdem, dass seit 2004 das Apothekenhonorar nur einmal und nur in minimaler Höhe angepasst worden sei. Gleichzeitig seien die Kosten der Apotheken für Personal, Mieten und Energie dramatisch angestiegen. Spätestens mit der hohen Inflation der letzten Jahre stehe fest, dass es so nicht weitergehe, warnt Maertin.

Online-Apotheken mausern sich immer weiter als Konkurrenz zu den Standorten in Karlsruhe. Dabei können diese längst nicht leisten, was der Apotheker vor Ort kann: Nicht zuletzt Medikamente vor Ort haben, Beraten, behandeln und ein offenes Ohr haben.

  • Veronika Hartmann

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