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US-Behörde droht Medien wegen Iran-Berichten mit Konsequenzen

Aktualisiert am 15.03.2026 – 01:28 UhrLesedauer: 18 Min.

FCC-Chef Brandan Carr verlangt von US-Medien eine "Berichterstettung im öffentlichen Interesse". (Archivbild)Vergrößern des Bildes

FCC-Chef Brandan Carr verlangt von US-Medien eine „Berichterstettung im öffentlichen Interesse“. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Tom Williams/imago)

Nach sieben Jahren weht vor der US-Botschaft in Caracas wieder eine Flagge. US-Medien werden von der Behörde FCC kritisiert. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Nach der Kritik der US-Regierung von Präsident Donald Trump an einigen US-Medien wegen ihrer Berichterstattung über den Iran-Krieg hat die US-Medienaufsichtsbehörde FCC Konsequenzen angedroht. Sender müssten laut Gesetz „im öffentlichen Interesse“ handeln, erklärte FCC-Chef Brendan Carr am Samstag im Onlinedienst X. Sie verlieren demnach ihre Lizenzen, „wenn sie dies nicht tun“.

Sender, die „auch als Fake News bekannte Falschmeldungen und Nachrichtenverzerrungen“ verbreiteten, hätten nun „die Chance, ihren Kurs zu korrigieren, bevor ihre Lizenzverlängerungen anstehen“, warnte Carr. Konkrete Medien nannte er nicht.

Der FCC-Chef bezog sich mit seiner Erklärung auf einen Online-Beitrag von Trump, in dem der US-Präsident „eine absichtlich irreführende Schlagzeile der Fake-News-Medien“ über fünf Tankflugzeuge anprangerte, die in Saudi-Arabien von iranischen Angriffen getroffen worden waren.

Erstmals seit genau sieben Jahren haben die USA an ihrer Botschaft in Venezuela wieder ihre Flagge gehisst. „Eine neue Ära hat begonnen“, erklärte am Samstag die neue Geschäftsträgerin der USA in Venezuela, Laura Dogu. Zugleich veröffentlichte sie im Onlinedienst X ein Foto, wie die US-Flagge vor der Botschaft gehisst wird. Dies sei „genau sieben Jahre nach ihrer Entfernung“ am 14. März 2019 geschehen, betonte Dogu. Damals hatte Venezuela die diplomatischen Beziehungen zu den USA abgebrochen, weil Washington sich weigerte, die Wiederwahl von Präsident Nicolás Maduro 2018 anzuerkennen. Seit der Schließung hatte die US-Vertretung für Venezuela ihren Sitz in der US-Botschaft in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá.

Der linksgerichtete Präsident Maduro war im Januar bei einem US-Militäreinsatz in Caracas gefangengenommen und nach New York gebracht worden. Dort soll ihm wegen „Drogenterrorismus“ der Prozess gemacht werden. US-Präsident Donald Trump hatte nach der Gefangennahme Maduros gesagt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA. Anfang dieses Monats nahmen beide Staaten offiziell wieder diplomatische Beziehungen auf. In den vergangenen Wochen lockerte Washington zudem seine Sanktionen gegen Venezuela.

Venezuela wird derzeit von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez geführt, die von Trump als „fantastisch“ gelobt wurde. Rodríguez war Vizepräsidentin unter Maduro und wurde vom Obersten Gericht des Landes nach dessen Gefangennahme als Interims-Staatschefin eingesetzt. Trumps Unterstützung für Rodríguez ist ein Rückschlag für die konservative venezolanische Oppositionschefin María Corina Machado.

Der KI-Beauftragte des Weißen Hauses, David Sacks, fordert ein Ende des US-Krieges gegen den Iran. „Dies ist ein guter Zeitpunkt, um den Sieg zu erklären und auszusteigen“, sagt Sacks in seinem „All-In Podcast“ in Washington. Die USA hätten die militärischen Fähigkeiten des Iran geschwächt. Nun sollte das Land einen Ausweg aus der Situation finden.