Ausflugsziele im Norden
Das sind die schönsten Altstädte im Norden
Aktualisiert am 15.03.2026 – 02:34 UhrLesedauer: 4 Min.
Das Städtchen Mölln verzaubert mit einer hübschen Altstadt. (Quelle: K-H Spremberg via www.imago-images.de/imago-images-bilder)
Kopfsteinpflaster, Fachwerk und alte Stadttore: Mehrere Orte in Norddeutschland bieten historische Zentren für einen Ausflug von Hamburg aus.
Es muss nicht immer der große Urlaub sein: Im Norden gibt es einige Städte, die einen zauberhaften Altstadt-Kern haben. Verwinkelte Gassen und viel Fachwerk lohnen einen Besuch.
Lübeck ist eine ehemalige Hansestadt und hat eine lange und reiche Geschichte. Die Stadt ist vor allem für ihr Wahrzeichen bekannt: das Holstentor. In dem mächtigen Tor aus dem 15. Jahrhundert, das den Eingang zur Altstadt markiert, befindet sich ein Museum, das die Geschichte der Stadt und der Hanse zeigt.
Die Altstadt von Lübeck ist die erste Altstadt, die von der UNESCO als Ganzes zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Die Altstadt besteht aus vielen historischen Gebäuden aus rotem Backstein: Dazu gehören das Rathaus, das eine opulente Fassade hat, und die St. Marien-Kirche, die die drittgrößte Kirche Deutschlands ist.
Lübeck ist aber nicht nur eine Stadt mit einer interessanten Geschichte, sondern auch eine Stadt mit einer lebendigen Kultur. Lübeck ist weltberühmt für sein Marzipan, das hier seit dem Mittelalter hergestellt wird. Der wichtigste Hersteller ist Niederegger, der einen großen Laden und ein Marzipanmuseum direkt am Rathaus hat. Lübeck ist auch die Geburtsstadt von Thomas Mann, einem der bedeutendsten deutschen Schriftsteller. Sein Geburtshaus ist heute ein Museum, das sein Leben und Werk zeigt.
Mölln ist eine Stadt im Bundesland Schleswig-Holstein, die vor allem für den berühmten Volksnarren Till Eulenspiegel bekannt ist, der hier im 14. Jahrhundert gelebt haben soll. Seine Streiche und Geschichten werden in Mölln in vielfältiger Weise lebendig gehalten. Zum Beispiel gibt es einen Eulenspiegel-Brunnen, der die Szene zeigt, wie er den Bäckern Sand in den Teig mischt. Außerdem gibt es ein Eulenspiegel-Museum, das die Geschichte und Wirkung des Schelms dokumentiert. Und wer durch die Stadt spaziert, kann Stadtführern im Eulenspiegel-Kostüm begegnen, die Anekdoten und Witze erzählen.
Mölln ist nicht nur eine Stadt des Humors, sondern hat auch eine spannende Vergangenheit. Die Stadt wurde im Jahr 1188 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1262 das Stadtrecht. Sie war ein wichtiger Handelsplatz an der Alten Salzstraße und gehörte zum Hansebund. Die historische Altstadt zeugt von dieser Vergangenheit mit ihren Fachwerkhäusern, Kirchen und dem Rathaus. Das Rathaus ist das zweitälteste in Schleswig-Holstein und stammt aus dem 14. Jahrhundert. Es steht auf dem Marktplatz, der das Zentrum der Stadt bildet. Insgesamt stehen 77 Häuser und Ensembles in Mölln unter Denkmalschutz.
