Der Straßenzug ist 250 Meter lang, seine bekannteste Adresse ist die Fuggerei. Doch die Jakoberstraße in Augsburg, die stadtauswärts in Richtung der Kirche St. Jakob führt, ist in ihrem jetzigen Zustand alles andere attraktiv. Darin stimmen Vertreter der Stadt Augsburg und Anwohner überein. Es gibt seit Längerem den Wunsch, die sogenannte westliche Jakoberstraße aufzuhübschen. Es handelt sich um eine Millioneninvestition. Bis zur Umsetzung ist es jedoch ein weiter Weg. Bei den Planungen ist man allerdings einen Schritt weitergekommen. Das Konzept, wie die Jakoberstraße künftig gestaltet sein könnte, wird konkreter.
Am Gleisverlauf der Tramlinie 1 wird nichts geändert
Auf dem Straßenabschnitt fährt die Straßenbahnlinie 1 in Richtung Lechhausen. Es gibt aktuell 35 Stellplätze. Bäume sucht man vergebens. Lokale haben ihre Außenbewirtung direkt an der Häuserwand. Die Jakoberstraße ist in diesem Abschnitt eine Einbahnstraße.

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Die Straßenbahn der Linie 1 (auf dem Bild auf Höhe der Fuggerei) fährt durch die Jakoberstraße.
Foto: Michael Hörmann
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Die Straßenbahn der Linie 1 (auf dem Bild auf Höhe der Fuggerei) fährt durch die Jakoberstraße.
Foto: Michael Hörmann
Bei einer Veranstaltung informierte die Stadt jüngst Anwohner über den Planungsstand. „Was wir jetzt vorfinden, ist wenig einladend“, sagte ein Vertreter des Stadtplanungsamtes. Sollte die Jakoberstraße umgebaut werden, wird es teuer. Nach jetzigem Stand ist mit einer Investition von 3,2 Millionen Euro zu rechnen. Es gibt jedoch staatliche Fördergelder. Der Anteil der Stadt liegt bei 40 Prozent. Noch hat die Politik das Geld nicht freigegeben. Denn zuerst muss die Planung stehen. Ziel ist es, für Herbst 2026 einen Beschluss herbeizuführen. Mit dem Umbau könnte frühestens im Jahr 2028 begonnen werden.
Die jetzige Planung sieht vor, dass neun Bäume gepflanzt werden sollen. Die Zahl der Parkplätze wird von 35 auf 19 reduziert. Gastronomen erhalten mehr Platz vor dem Lokal. Stühle und Tische müssten dann allerdings weg von den Häuserfronten. Passiert dies, könnte zumindest auf einer Straßenseite ein Blindenleitsystem eingerichtet werden. Die unmittelbare Nähe zur Hauswand ist dafür Voraussetzung. Es gibt laut Planung mehr Platz für Radler. Die Straßenbahn verkehrt weiterhin. Die Gleise bleiben in ihrer jetzigen Form. Generell würde Tempo 20 gelten. Weiterhin könnte jeder Verkehrsteilnehmer die westliche Jakoberstraße nutzen.
Anwohner diskutieren über Zahl der Parkplätze
Bei den Anwohnern wird begrüßt, dass mehr Grün kommen soll. Allerdings wird die Reduzierung der Parkplätze teils kritisch gesehen. Es sei bereits sehr schwierig, im Viertel zu parken, heißt es. In einer ersten Planung waren sogar lediglich zwölf Parkplätze vorgesehen. Auf Wunsch der Anwohner wurde die Zahl korrigiert.
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