Seit Mitte vergangenen Jahres arbeiten das Polizeipräsidium Rheinpfalz (gut 2300 Mitarbeiter) mit seinen Inspektionen 1/Oppau und 2/Innenstadt (rund 200 Schutzpolizisten) sowie die Ludwigshafener Stadtverwaltung (3900 Mitarbeiter) noch enger zusammen als bisher, „um ein gemeinsames Bewusstsein für die Sicherheitslage zu schaffen“, so Polizeidirektorin Jacqueline Schröder (45).
Unter anderem wurde ein Runder Tisch mit Vertretern beider Seiten einberufen, der bereits einmal getagt hat. „Der Austausch ist absolut positiv“, lobte zuletzt Polizeidirektorin Schröder das dritte Kooperationsformat neben dem Rat für Kriminalitätsverhütung und dem Arbeitskreis SOS. Laut Polizeipräsident Andreas Sarter (58) sollen dabei auch gezielt niedrigschwelligere Maßnahmen im Fokus stehen – wie bessere Beleuchtungen für dunkle Ecken, etwa am Berliner Platz. „Man muss nicht immer gleich das große Fass aufmachen.“
Konzept mit drei Säulen
Das Konzept fußt auf drei Säulen: Kontrollen, Ermittlungen, Netzwerke. Erste Ergebnisse neben täglichen Fußstreifen: In den vergangenen neun Monaten gab es laut Präsidium 725 Personen-, 38 Gaststättenkontrollen, 126 Rauschgiftanzeigen, 112 Ordnungswidrigkeitsverfahren, 28 vollstreckte Haftbefehle, 17 ausgesprochene Aufenthaltsverbote, 21 Kontrollstellen, fünf Großkontrollen sowie sieben Präventionsveranstaltungen. Die Polizei soll zudem frühzeitig in stadtplanerische Projekte einbezogen werden. Intern soll der Austausch der Inspektionen mit wöchentlich zwei Treffen für ein abgestimmteres Vorgehen sorgen.