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Berlin – Es ist ein dramatisches Anzeichen für die globale Wirtschaftskrise, die sich durch die Blockade der Straße von Hormus ausbreitet: Aluminium Bahrain B.S.C. (Alba), die weltweit größte Aluminiumhütte an einem einzigen Standort, fährt die Produktion massiv herunter. Damit will sie ihre Rohstoffbestände schonen.
Einer aktuellen Pressemitteilung zufolge hat Alba eine „kontrollierte und sichere Stilllegung“ der Reduktionslinien 1, 2 und 3 eingeleitet. Diese drei Linien stehen demnach für 19 Prozent der gesamten Produktionskapazität von Alba von 1,62 Millionen Tonnen Aluminium pro Jahr. Die Maßnahme diene dazu, „die Geschäftskontinuität angesichts anhaltender Liefer- und Transportstörungen in der Straße von Hormus zu sichern.“
Produktion auf das Wesentliche konzentrieren
Was bezweckt Alba mit der Stilllegung einzelner Produktionsstraßen? Das Unternehmen dazu: „Diese gezielte, auf einzelne Linien beschränkte Maßnahme soll die Nutzung der vorhandenen Rohstoffbestände von Alba optimieren und die betriebliche Stabilität der Reduktionslinien 4, 5 und 6 priorisieren.“ Man will die verbleibende Rohstoffzufuhr auf die nachhaltigsten Segmente der Produktion konzentrieren und dabei auch Möglichkeiten entwickeln, um die Abhängigkeit von kurzfristigen Öl-Lieferengpässen zu verringern.
Um den erzwungenen Produktionsausfall konstruktiv nutzen zu können, will Alba in den betreffenden Produktionsstraßen Instandhaltungs- und Wartungsmaßnahmen durchführen, einschließlich umfassender Aufräum- und Reinigungsarbeiten. Auch als Voraussetzung, um den Betrieb sicher wieder anzufahren, sobald sich die Bedingungen verbessern. Die kontrollierte und sichere Stilllegung werde so umgesetzt, dass Risiken für Gesundheit, Sicherheit, Umwelt und Betrieb minimiert und die langfristige Leistungsfähigkeit der Anlagen gesichert werden.
Der starke Anstieg des Ölpreises seit Beginn des Iran-Krieges zeigt, dass der militärisch geschwächte Iran noch immer über eine sehr effektive Waffe verfügt. Mit vergleichsweise wenigen Drohnen und Raketen kann das Land die gesamte Golfregion so weit ins Chaos stürzen, dass der Schaden für die Weltwirtschaft immens wird. Schon jetzt macht sich das an den Börsen bemerkbar. Handelsrouten und der internationale Reiseverkehr sind massiv beeinträchtigt.