Newsblog zum Krieg in Nahost
Irans Außenminister äußert sich zu Chameneis Zustand
Aktualisiert am 15.03.2026 – 15:33 UhrLesedauer: 26 Min.
Modschtaba Chamenei: Irans neuer Oberster Führer ist seit Kriegsbeginn nicht in der Öffentlichkeit aufgetreten. (Quelle: Office of the Iranian Supreme Leader via Reuters)
Teheran widerspricht Berichten über den Religionsführer. Der US-Präsident fordert Schiffe aus mehreren Ländern an. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Die Spritpreise sind infolge des Iran-Kriegs gestiegen – zu stark? Politiker warfen Mineralölkonzernen „Abzocke“ vor. Die Regierung bringt ein Spritpreis-Paket auf den Weg. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Der israelische Außenminister Gideon Saar hat einen Medienbericht dementiert, demzufolge Israel die USA über eine befürchtete Knappheit an Abwehrraketen im Iran-Krieg informiert haben soll. Bei einem Solidaritätsbesuch in der arabischen Ortschaft Sarsir im Norden Israels verneinte Saar eine entsprechende Frage eines Journalisten. Bei einem iranischen Raketenangriff waren in dem Ort in der Nacht zum Freitag 58 Menschen verletzt worden.
Das US-Nachrichtenportal Semafor hatte am Samstag unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Israel habe die USA diese Woche darüber informiert, dass Abfangraketen für ballistische Raketen im Krieg mit dem Iran „kritisch knapp“ würden.
Saar äußerte sich zudem mit Blick auf die Angriffe im Libanon und die Raketenangriffe durch die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz auf Israel. Es seien in den nächsten Tagen keine direkten Gespräche mit dem Libanon geplant. „Wenn die libanesische Regierung und die libanesische Armee etwas verändern wollen, sollten sie etwas unternehmen, um die Angriffe der Hisbollah von libanesischem Gebiet aus zu stoppen“, sagte Saar.
Die Spritpreise an den Tankstellen in Deutschland werden nach Einschätzung des Sicherheitsexperten Klemens Fischer noch längere Zeit auf hohem Niveau bleiben. „Dadurch, dass die Straße von Hormus weiterhin gesperrt bleiben wird, ist nicht davon auszugehen, dass die Spritpreise an den deutschen Zapfsäulen sinken werden. Im Gegenteil, nun muss man mit einem weiteren hohen Niveau der Spritpreise rechnen“, sagte Fischer der Deutschen Presse-Agentur. Der Iran habe sich auf eine langfristige Sperre der für die Straße von Hormus vorbereitet.
So setze Teheran neben dem Einsatz von Minen auch auf Raketen- und Drohnenangriffe sowie auf schnelle Sturmboote. Dadurch sei der Iran weiterhin in der Lage, die Meerenge militärisch zu kontrollieren. „Man muss damit rechnen, dass diese Straße noch für längere Zeit blockiert sein wird“, sagte Fischer. Eine schnelle Kompensation der ausfallenden Lieferungen sei derzeit kaum möglich. Zwar könnten Staaten Ölreserven freigeben oder ihre Fördermengen erhöhen, doch bis zusätzliche Mengen tatsächlich auf den Markt kämen, könnten Tage oder Wochen vergehen, so Fischer. Um Tanker von Kriegsschiffen durch die Straße von Hormus eskortieren zu lassen, brauche man „ungefähr 50 Begleitschiffe“ für „maximal drei Tanker pro Woche“.
