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Berlin – Der Berliner Jochen Sandfort vergaß seinen kostbaren Ehering während einer Dienstreise in Oberfranken. Panik bei ihm im Auto und seiner Frau in der Hauptstadt. Doch der häusliche Frieden ist wiederhergestellt – dank des ehrlichen Finders.
Rückblick: Am 12. September 2011 hatten sich Jochen Sandfort (heute 66) und seine Frau in Venedig das Ja-Wort gegeben. Im vergangenen Jahr erneuerten sie ihr Gelübde – und beschenkten sich mit kostbaren Ringen der Firma „Bvlgari“. Kosten pro Stück: knapp 4500 Euro.
„Ich bin zwar schon Rentner, betreue aber noch Kunden als Versicherungsberater in Oberfranken.“ Zu diesem Zweck war er am 3. März in Süddeutschland unterwegs und machte mit seiner Kollegin an der Raststätte Tiersheim an der A93 Halt. Sandfort: „Beim Händewaschen nehme ich den breiten Ring immer ab und stecke ihn in die Hosentasche, weil sich darunter sehr viel Wasser sammelt.“

Sandfort und seine Frau in Venedig
Foto: Privat
Doch diesmal legte er das Schmuckstück auf das Waschbecken. „Ich habe den Verlust erst im Auto am Hermsdorfer Kreuz bemerkt und wäre beinahe gegen eine Schilderbrücke gefahren.“ Ans Steuer traute sich der geschockte Mann nicht mehr, seine Kollegin übernahm, während der 66-Jährige seiner Frau „beichtete“.

Als er seinen Ring abholen konnte, war der Berliner überglücklich
Foto: Privat
Treffen mit Lkw-Fahrer steht noch aus
Am nächsten Tag rief er die Raststätte an – doch dort war kein Ring abgegeben worden. Was er nicht ahnen konnte: Ein Lkw-Fahrer hatte den Ring gefunden und bei der Polizeistation in Oberviechtach abgegeben. Die Beamten wiederum hatten ihn bereits zum Fundbüro gebracht, welches die Raststätte informiert hatte. Und da diese die Kontaktdaten des Berliners hatte, musste Sandfort nur noch am Telefon die Inschrift als Identifikation benennen, damit er den Ring vor Ort abholen konnte.
Mittlerweile ist der Schrecken vergessen. Dem ehrlichen Finder konnte Jochen Sandfort allerdings nicht persönlich danken, weil der mit seinem Truck in Osteuropa Waren ausliefert. Aber für seine gute Tat hat ihm der 66-jährige Berliner 500 Euro versprochen.