Sven Mislintat gilt als Manager, der voll hinter seinen Transfers steht. Auch bei Marin Ljubicic war das nicht anders. Der Offensivspieler wechselte auf Leihbasis von Union Berlin zu Fortuna Düsseldorf. Der Deal läuft bis zum Saisonende und enthält keine Kaufoption.

Bemerkenswert: Auch Schalke hatte großes Interesse am Kroaten. Dort lockte sogar der Kampf um den Aufstieg. Trotzdem entschied sich Ljubicic bewusst für Fortuna Düsseldorf. Eine Wahl, die viele Beobachter zunächst überraschte.

Fortuna Düsseldorf überzeugte Ljubicic

Der Stürmer erklärte selbst, warum er diesen Weg wählte. „Eine gute Frage. Fortuna war überzeugter von mir, ich hatte hier definitiv ein besseres Gefühl.“ Diese Überzeugungsarbeit kam vor allem von Mislintat. Der neue Düsseldorf-Sportboss schwärmte intern und öffentlich vom Angreifer. Immer wieder bezeichnete er Ljubicic als mögliche „Soforthilfe“. Voraussetzung sei allerdings, dass der Offensivspieler vollständig fit wird.

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So groß war Mislintats Glaube an den Transfer, dass er intern ein stattliches Budget durchsetzte. Rund eine halbe Million Euro kostet das Gesamtpaket für Fortuna Düsseldorf. Bisher blieb die erhoffte Wirkung jedoch noch aus. Der Stürmer stand bislang lediglich 44 Minuten auf dem Platz. Ein Treffer gelang ihm noch nicht. Beim 1:0 gegen Nürnberg vergab Ljubicic sogar zwei große Torchancen.

Der Angreifer erklärt seine schwierige Startphase offen. „Ich war einen Monat lang verletzt, trainiere seit zwei Wochen und mache Schritt für Schritt.“ Geduld bleibt also gefragt. Auch über sein erstes Spiel sprach Ljubicic ehrlich. „Über meinen ersten Einsatz gegen Bochum war ich nicht zufrieden mit mir, da habe ich mich gar nicht gut gefühlt.“

Fortuna Düsseldorf wartet auf den Durchbruch

Beim nächsten Auftritt lief es besser. „Gegen Nürnberg war es gut – abgesehen von den Chancen, von denen mindestens eine ein Tor sein muss.“ Trotzdem spürt der Stürmer den Druck. „Aber man kann mir glauben, dass mir da niemand zusätzlich Druck machen muss, weil ich den ohnehin habe.“ Gerade bei Fortuna Düsseldorf muss er nun liefern.

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Der Kroate hofft vor allem auf mehr Spielminuten. In Düsseldorf sieht er dafür bessere Chancen als bei Schalke. Dort blockiert Superstar Edin Dzeko einen Platz im Angriff. Bei Fortuna Düsseldorf setzt Trainer Markus Anfang vorne zwar auf Cedric Itten. Trotzdem bleibt Platz für Ljubicic. „Es ist klar, er trifft, also spielt er auch. Ich kann aber auch mit ihm spielen. Dafür brauche ich aber Minuten, man kann nicht nach ein paar Trainingseinheiten fit sein, ich brauche noch ein paar Spiele.“