Auf die eigenen Stärken vertrauen
Die porträtierten Mathematikerinnen teilen ihre Erfahrungen und ermutigen junge Nachwuchswissenschaftlerinnen auf ihre Stärken zu vertrauen. Daneben geben sie Einblicke in ihre persönliche Welt der Mathematik: Wie haben sie ihre Leidenschaft für das Fach entwickelt, welches Gebiet der Mathematik hat es ihnen besonders angetan und woran forschen sie?
Birgit Jacob, Professorin für Funktionalanalysis, ist Sprecherin des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs an der Bergischen Universität. Sie verrät im Rahmen der Ausstellung außerdem, wie sehr sie es schätzt, immer wieder neue Menschen zu treffen und mit ihnen über mathematische Probleme zu diskutieren.
Kein Zufall
So war auch der Termin der Vernissage nicht zufällig gewählt. „Die Ausstellungseröffnung war ein toller Abschluss für ein dreitägiges Seminar, zu dem wir zahlreiche Doktorand*innen an der Uni Wuppertal zu Gast hatten, die in der Mathematik und in anderen Fächern zu port-Hamiltonian Systems forschen“, erklärt Birgit Jacob. „In unserem Sonderforschungsbereich ist es uns wichtig, eine einladende Kultur zu leben, die das Wachstum der Community fördert und in der gegenseitige Unterstützung selbstverständlich ist.“
Davon sollen auch Nachwuchswissenschaftlerinnen profitieren. Sie trafen sich im Anschluss zum Workshop „Women in port-Hamiltonian Systems“. Denn mit den Möglichkeiten, die ein Sonderforschungsbereich bietet, wollen die Verantwortlichen nicht nur mathematische Probleme lösen, sondern auch dazu beitragen, strukturelle Probleme in der Wissenschaft zu lösen. So diente der Workshop den Forscherinnen unter anderem als Plattform, auf der sie ihre Arbeit und Erfolge präsentieren und neue Kontakte knüpfen konnten. „Wir wissen um die Bedeutungen von Netzwerken. Wie die Ausstellung zeigt, empfehlen wir als erfahrene Wissenschaftlerinnen genau das den Jüngeren: sich trauen, anderen Fragen zu stellen, unterstützende Strukturen aufbauen und sich nicht entmutigen zu lassen“, resümiert Prof. Jacob.
Ausstellung: „Women in Mathematics“, Foyer Gebäude K, Gaußstraße 20, 12. bis 27. März.