Das humane Metapneumovirus (HmpV) breitet sich in den USA zunehmend aus und stellt eine zusätzliche Belastung für das Gesundheitssystem dar. Die Infektion verursacht meist grippeähnliche Symptome wie Fieber, Husten und allgemeines Krankheitsgefühl. Spezifische Medikamente zur Behandlung stehen bislang nicht zur Verfügung, weshalb die Therapie in erster Linie auf die Linderung der Symptome abzielt.
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Für Menschen über 65 Jahre sowie für Personen mit schweren Vorerkrankungen kann das Virus ähnlich gefährlich sein wie schwere Influenza oder RSV-Infektionen. Da die Beschwerden unspezifisch sind und selten gezielt getestet wird, bleibt das Virus jedoch häufig unerkannt.
Starke Verbreitung in den USA: HmpV auf dem Vormarsch
Einem Bericht der „Daily Mail“ zufolge verzeichnet das humane Metapneumovirus derzeit eine besonders starke Ausbreitung in den Vereinigten Staaten. Besonders betroffen sind der Bundesstaat Kalifornien sowie mehrere große Städte an der Ostküste und im Nordosten des Landes. Hinweise auf die erhöhte Verbreitung liefern unter anderem Analysen von Abwasserproben und diagnostische Tests, in denen ungewöhnlich hohe Viruskonzentrationen nachgewiesen wurden.

Das Virus tritt typischerweise im späten Winter und im Frühjahr auf und zirkuliert häufig parallel zu anderen Atemwegserregern wie Influenza und COVID-19. Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass Infektionen mit dem humanen Metapneumovirus meist unspezifische, grippeähnliche Symptome hervorrufen und daher häufig unerkannt bleiben. Im Unterschied zu Erkrankungen wie Influenza, COVID-19 oder Infektionen durch das RSV-Virus stehen derzeit weder ein zugelassener Impfstoff noch eine spezifische antivirale Therapie zur Verfügung. Die medizinische Behandlung beschränkt sich daher auf unterstützende Maßnahmen wie Ruhe, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und fiebersenkende Medikamente.
Unerkannte Gefahr für Risikogruppen
Da bislang weder eine präventive Impfung noch eine spezifische medikamentöse Therapie gegen das humane Metapneumovirus zur Verfügung steht, gelten insbesondere Menschen über 65 Jahre sowie Personen mit schweren Vorerkrankungen als besonders gefährdet. Eine Studie unter der Leitung von Durga Kulkarni von der University of Edinburgh zeigt, dass vor allem Erwachsene mit Erkrankungen wie Asthma, chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung, Herzkrankheiten oder einer geschwächten Immunabwehr zur Hochrisikogruppe zählen. In dieser Gruppe mussten etwa 51,4 Prozent der infizierten Personen wegen einer Infektion mit dem humanen Metapneumovirus im Krankenhaus behandelt werden.

Die Untersuchung ergab zudem, dass rund 6,6 Prozent der Betroffenen eine intensivmedizinische Versorgung benötigten. Unter den hospitalisierten Fällen dieser Hochrisikogruppe wird die Sterblichkeitsrate häufig mit etwa 9,3 Prozent angegeben. Damit stellt das humane Metapneumovirus für besonders gefährdete Personen ein Risiko dar, das mit schweren Infektionen durch Influenza oder das RSV-Virus vergleichbar ist.