Am Sonntag hatte der FCB dann gegenüber Sky bestätigt, beim DFB-Sportgericht gegen Diaz‘ Sperre vorgehen zu wollen. Stand jetzt würde der 29-Jährige das kommende Bundesligaspiel gegen Union Berlin am Samstag gesperrt verpassen. „Wir betrachten die Entwicklung der letzten Wochen mit Sorge. Die Leistung in Leverkusen war der Höhepunkt einer Phase, in der wir immer wieder mit fragwürdigen Entscheidungen konfrontiert waren. Ob beim HSV, in Dortmund oder in Leverkusen – es gab eben immer wieder strittige Szenen, die oft gegen uns liefen“, sagte Bayerns Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen zu dem Einspruch. Er führte aus: „Der DFB ist gefordert, das Niveau der Leistungen seiner Schiedsrichter zu verbessern. Dass Christian Dingert seinen Fehler eingesteht, ist ehrenwert, aber das alleine hilft uns nicht.“

Auch der ehemalige Bundesliga-Trainer Friedhelm Funkel (u.a. Eintracht Frankfurt und 1. FC Köln) äußerte derweil Unverständnis für Bayerns Maßnahme: „Fakt ist, mit dem Einspruch werden die Bayern überhaupt keinen Erfolg haben. Warum sie das machen, weiß ich nicht“, sagte Funkel bei Sky90 und schlug in eine ähnliche Kerbe wie Hamann: „Sie sprechen nur aus ihrer Sicht, dass sie benachteiligt worden sind, und nicht davon, dass andere Vereine auch benachteiligt werden. Man muss dazu sagen, dass der FC Bayern in den letzten Wochen auch Schiedsrichterentscheidungen bekommen hat, die sie bevorteilt haben – gegen Hoffenheim zum Beispiel. Direkt am Anfang die rote Karte, dadurch haben sie dieses Spiel im Grunde so klar gewonnen, weil sie fast die komplette Spielzeit mit einem Mann mehr gespielt haben. Und das ist auch in der einen oder anderen Situation so – dann reden sie nicht davon, dass sie bevorteilt werden. Und das finde ich einfach nicht korrekt.“