Newsblog zum Krieg in Nahost
Wadephul erteilt Trump deutliche Absage
Aktualisiert am 15.03.2026 – 23:46 UhrLesedauer: 29 Min.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) lehnt eine Einbindung deutscher Truppen im Irankrieg ab. (Quelle: Michael Kappeler/dpa/dpa-bilder)
Israels Regierungschef reagiert auf Gerüchte über seinen Tod. Kein Land will bislang Kriegsschiffe in die Golfregion schicken. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Deutschland wird sich nach den Worten von Außenminister Johann Wadephul nicht an einem internationalen Militäreinsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus beteiligen. Der CDU-Politiker sagte im ARD-„Bericht aus Berlin“ mit Blick auf den Iran-Krieg und auf die Frage nach einer Ausweitung einer laufenden EU-Mission auf die Straße von Hormus: „Werden wir bald aktiver Teil dieser Auseinandersetzung? Nein.“ Hierzu habe die Bundesregierung eine ganz klare Auffassung, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) deutlich gemacht hätten. „Wir werden uns an dieser Auseinandersetzung nicht beteiligen.“
Wadephul sagte, man höre von den USA und Israel, es gehe darum, die militärischen Fähigkeiten des Iran zu zerstören, insbesondere das Nuklearprogramm und das Raketenprogramm. „Und was wir jetzt erwarten, ist, dass wir hören und dass wir informiert werden, dass wir eingebunden werden, wann dies geschehen ist. Und dann wollen wir uns sehr gerne daran beteiligen, in Verhandlungen zu gehen.“ Sicherheit für die Straße von Hormus werde man nur bekommen, wenn es eine Verhandlungslösung gebe und dann auch mit den Iranern darüber spreche.
US-Präsident Donald Trump hatte militärische Hilfe vieler nicht näher genannter Länder zur Sicherung des Schiffsverkehrs durch die für den globalen Öltransport wichtigen Straße von Hormus in Aussicht gestellt. Der Schiffsverkehr dort ist nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise in die Höhe treibt.
Der iranische Sicherheitsapparat hat im Zusammenhang mit dem Krieg mehr als 500 Menschen festgenommen. Bei etwa der Hälfte habe es sich um „wichtige Fälle“ gehandelt, sagte der Kommandeur der iranischen Ordnungskräfte, Ahmad-Resa Radan, in einem Video der Nachrichtenagentur Fars.
Dazu gehörten seinen Worten nach auch Personen, die Informationen an den Exilsender „Iran International“ weitergaben. Festgenommen wurden zudem Menschen, die Aufnahmen von bei Angriffen getroffenen Orten anfertigten. Der Iran hat im Krieg eine Militärzensur verhängt. Aufnahmen sensibler Anlagen und von Schäden können der Justiz zufolge gegen die staatliche Sicherheit verstoßen. Es drohen harte Strafen.
