Ukraine-News vom Mittwoch, 21. Januar 2026

22:05 Uhr | Russland prüft Beitritt zu Trumps „Friedensrat“

Russland prüft nach Angaben von Krelmchef Wladimir Putin einen Beitritt zum von US-Präsident Donald Trump geplanten „Friedensrat“. Außenminister Sergej Lawrow sehe sich den Vorschlag an, sagte Putin russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Russland sei bereit, die geforderte eine Milliarde Dollar für eine langfristige Mitgliedschaft aus jenen russischen Vermögenswerten aufzubringen, die wegen des Angriffs auf die Ukraine in Europa eingefroren seien.

Der „Friedensrat“ soll nach den Vorstellungen Trumps internationale Konflikte beilegen – der Charta zufolge ausdrücklich in Konkurrenz zu den Vereinten Nationen. Den Vorsitz des Gremiums will Trump selbst übernehmen. (Quellen: Reuters, AFP)

17:40 Uhr | Trump zuversichtlich bei möglichem Ukraine-Abkommen

US-Präsident Donald Trump hat erneut erklärt, Chancen für ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs zu sehen. Er habe den Eindruck, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der russische Präsident Wladimir Putin bereit für eine Übereinkunft seien, sagte Trump in Davos. Ein Abkommen sei „ziemlich nah“. Ähnlich hatte sich Trump bereits in den vergangenen Monaten geäußert.

Sollten sie sich nicht einigen, seien beide „dumm“, erklärte Trump in Davos zudem. Er kündigt an, Selenskyj am Donnerstag in der Schweiz treffen zu wollen. Kurz zuvor hatte Trump noch den Mittwoch in Aussicht gestellt. (Quelle: Reuters)

17:31 Uhr | Bundesregierung: „Putin nutzt Kälte als Waffe“

Die Bundesregierung hat Russland Kriegsverbrechen vorgeworfen. Anlass sind die jüngsten Angriffe auf Energieanlagen in der Ukraine. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer sagte, ganze Familien müssten bei eisigen Minusgraden ohne Strom, Heizung und warmes Wasser ausharren. Kremlchef Putin nutze Kälte als Waffe. Sein Vorgehen sei menschenverachtend. Nach ukrainischen Angaben sind allein in Kiew rund 60 Prozent der Haushalte ohne Strom, etwa 4.000 Wohnhäuser ohne Heizung. (Quellen: dpa, AFP)

13:30 Uhr | Mutmaßliche Unterstützer prorussischer Gruppen festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg zwei mutmaßliche Unterstützer der prorussischen „Volksrepubliken Donezk und Luhansk“ festnehmen lassen. Wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte, wird den Männern in mehreren Fällen vorgeworfen, ausländische terroristische Vereinigungen unterstützt zu haben. Der Russe und der Deutsche sollen unter anderem den Transport von Versorgungsgütern, Medizinprodukten und Drohnen in die Donbass-Region organisiert haben. (Quelle: dpa)

13:22 Uhr | Mutmaßliche russische Spionin festgenommen

In Berlin ist eine Frau wegen Spionage-Verdacht festgenommen worden. Sie soll für den russischen Geheimdienst gearbeitet haben. Die Bundesanwaltschaft teilte mit, die Frau mit deutschem und ukrainischem Pass habe Informationen mit Bezug zum Ukraine-Krieg beschafft und weitergegeben. Konkret soll sie Hintergrundinformationen über Teilnehmer hochkarätiger politischer Veranstaltungen zusammengestellt haben. Außerdem habe sie sich über Standorte der Rüstungsindustrie, Drohnentests und geplante Lieferungen von Drohnen an die Ukraine informiert.

Am Mittwoch wurden die Wohnung der Frau sowie die Wohnungen von zwei weiteren Beschuldigten in Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Bayern durchsucht. Die beiden anderen Beschuldigten sind den Angaben zufolge auf freiem Fuß. (Quelle: AFP)