Bei den Oscar-Verleihungen in Los Angeles ist One Battle After Another als bester Film ausgezeichnet worden. Der satirische Actionthriller setzte sich in Hollywood unter anderem gegen seinen großen Konkurrenten Blood & Sinners durch. One Battle After Another erzählt von militanten linken Aktivisten in den USA, die vor allem von selbstbewussten schwarzen Frauen angeführt werden. Regisseur Paul Thomas Anderson erhielt ebenfalls einen Oscar als bester Regisseur. Außerdem gewann der Film in den Kategorien bestes adaptiertes Drehbuch, bester Schnitt, bestes Casting und bester Nebendarsteller.

Übersicht:

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Bester Hauptdarsteller

Der US-Schauspieler und Regisseur Michael B. Jordan hat den diesjährigen Oscar als bester Hauptdarsteller gewonnen. Die US-Filmakademie verlieh
dem 39-Jährigen die Auszeichnung für seine Doppelrolle im
Vampir-Südstaatendrama Blood & Sinners von Ryan Coogler. Der Vampir-Horrorfilm war mit den meisten Nominierungen ins Rennen gegangen. Der
Film war in 16 Kategorien nominiert, ein
Rekord in der Geschichte der Oscar-Verleihung.

Beste Hauptdarstellerin

Die irische Schauspielerin Jessie Buckley ist mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet worden. Sie verkörperte William Shakespeares Ehefrau Agnes in Hamnet. Neben Buckley waren Rose Byrne für If I Had Legs I’d Kick You, Renate Reinsve für Sentimental Value, Emma Stone für Bugonia sowie Kate Hudson für Song Sung Blue nominiert.

Beste Nebendarsteller

Als besten Nebendarsteller ehrte die Filmakademie den US-Schauspieler Sean Penn für seine Rolle im Polit-Thriller One Battle After ​Another. Penn selbst, der damit seinen dritten Oscar erhielt, war allerdings bei der Gala nicht anwesend. Der
Oscar für die beste weibliche Nebendarstellerin ging an die
US-Schauspielerin Amy Madigan. Die 75-Jährige gewann ihren ersten Oscar für ihre
Rolle in dem Film Weapons – Die Stunde des Verschwindens.

Beste Kamera

Zum ersten Mal hat eine Frau den Oscar in der Kategorie für die „Beste Kamera“ erhalten. Autumn Durald Arkapaw gewann ihn für ihre Arbeit am Film Sinners. Die 46-jährige US-Amerikanerin ist auch die erste Person of Color, die in dieser Kategorie nominiert war.

Bester internationaler Spielfilm

Das norwegische Drama Sentimental Value von Regisseur Joachim Trier gewann den Oscar für den besten internationalen Spielfilm – als erster norwegischer Film in dieser Kategorie nach sechs vorherigen Nominierungen. Der Film war in vier Nominierungen in den Schauspielkategorien nominiert worden, sowie für Oscars für den besten Film und die beste Regie.

Bester Dokumentarfilm

In der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ hat eine deutsche Koproduktion gewonnen. Der Film Ein Nobody gegen Putin des US-amerikanischen, in Kopenhagen lebenden Regisseurs David Borenstein und des russischen Videofilmers Pawel Talankin ist eine Koproduktion von Dänemarks öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalt DR, der BBC aus Großbritannien sowie ZDF und Arte.

Bester Animationsfilm

Der Netflix-Erfolg KPop Demon Hunters ist mit einem Oscar in der Kategorie „Bester Animationsfilm“ ausgezeichnet worden. Auf Netflix wurde KPop Demon Hunters im vergangenen Jahr zu einem kulturellen Phänomen und zum größten Hit der Plattform mit mehr als 325 Millionen Aufrufen. Der Sieg zeigt erneut den globalen Einfluss der südkoreanischen Popkultur. In ihrer Dankesrede entschuldigte sich Regisseurin Maggie Kang bei „allen, die so aussehen wie ich“, dass es so lange gedauert habe, bis sie auf der Leinwand vertreten waren. „Das ist für Korea und Koreaner überall“, sagte sie.

Moderator O’Brien verweist auf Weltlage

Moderator Conan O’Brien der die Gala zum zweiten Mal moderierte, spielte in seiner  Eröffnungsrede im Dolby Theatre in Los Angeles auf „chaotische und
beängstigende Zeiten“ an. Zugleich argumentierte er, dass gerade das
aktuelle geopolitische Klima die Oscars zu einer weltweit
verbindenden Kraft mache.

O’Brien warnte das Publikum, dass die Sicherheitsvorkehrungen bei den
diesjährigen Oscars hoch sein würden. „Ich habe gehört, es gibt Bedenken
wegen möglicher Angriffe sowohl aus der Opern- als auch der
Ballettszene“, sagte der Moderator und löste großes Gelächter aus, als
die Kamera zu einem lachenden Timothée Chalamet schnitt. Chalamet, der
für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert ist, hatte mit
Kommentaren zu den beiden Kunstformen weltweit Kritik ausgelöst.

Barbara Streisand erinnert singend an Robert Redford

Mit einem bewegenden Auftritt erinnerte Barbra Streisand während der Gala an ihren verstorbenen Filmpartner Robert Redford (So wie wir waren). Er sei ein brillanter Schauspieler und ein Mann mit Rückgrat
gewesen, sagte die 83-Jährige in Los Angeles. Er habe sich dafür eingesetzt, die
Pressefreiheit zu verteidigen, die Umwelt zu schützen, und neue Stimmen
mit seinem Sundance Institute unterstützt, sagte Streisand. Dann sang Streisand einen Ausschnitt des Lieds The Way We Were aus dem
Film aus dem Jahr 1973, in dem Streisand und Redford ein Liebespaar spielten.

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