16. März 2026 – Isabell Wüppenhorst

Politische Forderungen

Es geht um den Iran-Krieg und ein mögliches Verbotsverfahren gegen die AfD – die Hamburger City ist am Wochenende bei mehreren Demos zur Bühne für unterschiedliche politische Forderungen geworden.

Demonstration, AfD

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16.03.2026

Jetzt anhören: Demonstrationen in der Hamburger Innenstadt

Mehr als 2.500 Exil-Iraner sind am Wochenende in der Hamburger Innenstadt gegen die Führung in Teheran auf die Straße gegangen. Nachdem bereits am Samstag nach Polizeiangaben rund 700 Menschen für einen „freien Iran und einen Regimewechsel“ demonstriert hatten, versammelten sich am Sonntag laut Lagezentrum etwa 1.900 Menschen in der Mönckebergstraße und forderten: „Die Mullahs müssen weg“.

Exil-Iraner demonstrieren für Führungswechsel in Teheran

Zu der Demo am Sonntag hatte die Constitutionalist Party of Iran aufgerufen. Viele Demonstranten hielten Bilder des Oppositionspolitikers Reza Pahlavi – Sohn des 1979 gestürzten Schahs – in die Höhe. Lautstark forderten sie Demokratie für den Iran. Auch israelische und US-Flaggen wurden geschwenkt.

Zu der Demonstration am Samstag hatte der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI) aufgerufen. Sprecher forderten bei der Auftaktkundgebung an der Moorweide unweit des Dammtor-Bahnhofs ebenfalls einen Regimewechsel, lehnten eine ausländische Einmischung jedoch ab. Allein das iranische Volk habe die legitime Befugnis, über die Zukunft des Landes zu bestimmen, hieß es.

Zeitgleich waren auf dem Gänsemarkt einige Dutzend Gegendemonstranten zusammengekommen. Sie forderten eine Fortsetzung der Militärschläge der USA und Israels. „Wer jetzt gegen die Befreiungsoperation demonstriert, will faktisch, dass das Regime an der Macht bleibt – trotz seiner Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, hieß es in dem Aufruf.

Anti-AfD-Demo hatte größten Zulauf

Den mit Abstand größten Zulauf hatte am Wochenende eine Demonstration gegen die AfD auf dem Rathausmarkt. Nach Polizeiangaben folgten rund 4.000 Menschen dem Aufruf der Initiative des Satirikers und früheren EU-Abgeordneten Nico Semsrott. Die Organisatoren sprachen sogar von über 5.000 Teilnehmern. Die Demonstranten forderten den Bundesrat auf, beim Bundesverfassungsgericht die Überprüfung aller Parteien zu beantragen, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft werden. Musikalisch unterstützt wurde die Demonstration von der Indie-Band Madsen.

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(Quelle: dpa)