Bielefeld-Sennestadt. Die Kripo sucht aktuell mehrere jugendliche Gewalttäter. Die jungen Täter haben am Freitagabend, 6. März, einen Spaziergänger aus dem Hinterhalt heraus angegriffen, auf ihn eingeschlagen und den 42-jährigen Bielefelder dabei auch verletzt.

Wie die Polizei mitteilte, war der Bielefelder um 21 Uhr am See der Parkanlage am Sennestadtring und am Reichowplatz unterwegs. Wie der Spaziergänger berichtet, hätten ihn drei bis vier dunkel gekleidete Jugendliche aus dem Hinterhalt heraus unvermittelt angegriffen. Ohne Vorwarnung schlugen sie auf ihn ein. Anschließend flüchtete die Gruppe in unbekannte Richtung.

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Der Bielefelder erlitt nach Angaben der Polizei leichte Verletzungen, die aber trotzdem im Krankenhaus versorgt werden mussten. Das Opfer erstattete zwei Tage nach dem Überfall auf der Polizeiwache Strafanzeige. Nun sucht die Polizei Zeugen, die verdächtige Beobachtungen rund um den Tatort gemacht haben. Zeugenhinweise gehen an das Kriminalkommissariat 14 der Polizei unter Tel. 0521 5450.

Weibliche Jugendkriminalität war 2025 rückläufig

Im vergangenen Jahr erfasste die Bielefelder Polizei 2.139 Tatverdächtige, die unter 21 Jahre alt sind. Nach einem beunruhigenden Hoch in den drei Vorjahren bedeutete das auf den ersten Blick einen erfreulichen Rückgang um 10,9 Prozent. Trotzdem ist in Bielefeld immer noch jeder fünfte Tatverdächtige in der Stadt unter 21 Jahre alt. Das geht aus der aktuellen Kriminalitätsbilanz der Polizei hervor.


Die Jugendkriminalität in Bielefeld im Vergleich von 2024 zu 2025. - © Quelle: Polizei

Die Jugendkriminalität in Bielefeld im Vergleich von 2024 zu 2025.
| © Quelle: Polizei

Außerdem: Während der Anteil der männlichen U21-Tatverdächtigen im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 0,9 Prozent zurückging (14 Tatverdächtige weniger als 2024), ist der erfreuliche Rückgang insgesamt vor allem der Zurückhaltung junger Frauen zu verdanken. Bei den weiblichen Unter-21-Jährigen sank die Zahl um erstaunliche 30,1 Prozent (249 Tatverdächtige weniger).

Männliche Delinquenzfelder wie Raub und Gewalt nicht rückläufig

Das heißt, dass typische männliche Delinquenzfelder wie Gewalt-, Körperverletzungs- und Raubtaten eher nicht rückgängig waren. Die Kripo betonte deshalb: „Ein starker Rückgang der erfassten unter 21-jährigen Tatverdächtigen war für den Deliktsbereich Diebstahl zu beobachten. Hier wurden 634 Tatverdächtige unter 21 Jahren erfasst. Dies waren 348 Tatverdächtige weniger als im Vorjahr (- 35,7 %).“

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