TSV Ronsdorf – FK Jugoslavija Wuppertal 1:0. Beim Wuppertaler Derby an der Parkstraße hofften die rund 150 Zuschauer vergeblich auf ein Spektakel. Mit einem verdienten 1:0-Erfolg entführte der Tabellenvierte FK Jugoslavija drei Punkte beim TSV Ronsdorf, der momentan in einer Torflaute steckt. Drei Spiele ohne eigenen Treffer haben auch TSV-Coach Denis Levering alarmiert: „Es ärgert mich, dass wir die Chancen, die wir uns erspielen, nicht verwerten, auch wenn es heute nur wenige waren. Da muss vorne zukünftig viel mehr passieren.“ Nach dem Remis der Vorwoche gegen den ambitionierten SV Solingen 08/10 wollte der starke Aufsteiger FK Jugoslavija Wuppertal auch beim TSV Ronsdorf punkten, um noch die Minimalchance am Leben zu halten. Das Hinspiel der beiden Wuppertaler Teams endete im September durch zwei Treffer innerhalb von vier Minuten 1:1. Die Gäste vom Opphof waren trotz des knappen Sieges und einer Vielzahl von guten Einschussmöglichkeiten der verdiente Sieger: „Wir machen uns das Leben immer selber schwer. Statt nachzulegen, vergeben wir eine Chance nach der anderen und müssen am Ende nochmal zittern“, konstatierte FK-Coach Florim Zeciri. Wie schon in der Vorwoche hieß der einzige Torschütze Noel-Yacob Okbe, der nach einem Zweikampf zwischen Marvin Merchel und Aleksandar Stanojevic, die gute Vorarbeit seines Mitspielers zum 1:0 in der 49. Minute verwerten konnte. Weitere Chancen vor der Pause, etwa durch Stanojevic oder Yassin Bouaasria hatten die Gäste ungenutzt gelassen. Die Zebras, die im ersten Durchgang das Hauptaugenmerk auf die Defensive gelegt hatten, präsentierten im Spielaufbau und in der Offensive insgesamt jedoch zu wenig Lösungen. Erst, nachdem TSV-Keeper Robin Schworm eine Viertelstunde vor Schluss eine „Hundertprozentige“ von Luca Lenz mit einer starken Fußabwehr zunichtegemacht hatte, agierten die Ronsdorfer mutiger. In der Folge hatte Nico Langels zehn Minuten vor dem Ende per Kopf die Ausgleichschance, bekam jedoch nicht genügend Druck auf den Ball. Fünf Minuten später hatte Sebastian Schmieta Pech bei einem Lattenkracher. Doch das Aluminium und die Defensive der Zeciri-Elf, allen voran Alper Tosun, der seit Wochen der Turm in der Schlacht ist, verhinderten den Ausgleich für die Hausherren.