„Wir sind viele. Wir sind eins. Wir sind Wuppertal.“, so lautet der Wuppertaler Leitspruch zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Vom 16. bis zum 29. März finden verschiedene Aktionen statt, um Toleranz und Gemeinschaft zu stärken.

In der ehemaligen Bundesbahndirektion, Döppersberg 41, eröffnet am heutigen Montag, 16. März, um 16 Uhr, die Ausstellung „1933 – Niemals vergessen“, um an die nationalsozialistische Machtergreifung und den Widerstand in Wuppertal zu erinnern.

Kitas und Schulen sind am Donnerstag, 19. März aufgerufen, kreative Beiträge in Form von Bildern und Videos zu veröffentlichen und das Kommunale Integrationszentrum zu verlinken, um ein gemeinsames Zeichen zu setzen. Gleichzeitig ruft die Stadt Wuppertal die Einrichtungen in einem Plakatwettbewerb dazu auf, Motive zum diesjährigen Motto bis zum 30. April online einzureichen. Ausgewählte Beiträge werden in einer öffentlichen Ausstellung präsentiert. Einer der Vorschläge wird das Kampagnenplakat für 2027. Bereits das diesjährige Plakatmotiv stammt von einer Wuppertaler Schülerin.

Die Bergische Volkshochschule (VHS), Auer Schulstraß 20, bietet in diesem Zeitraum ein breites Programm an. Als Start in den Internationalen Tag gegen Rassismus veranstaltet sie am Samstag, 21. März, von 10 bis 14 Uhr den interaktiven Workshop „Lernen aus der Geschichte“. Zum Gesprächsabend über aktuelle Perspektiven auf Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt lädt die VHS für Montag, 23. März, um 19:30 Uhr. Literatur- und Sozialwissenschaftler Jan Philipp Reemtsma hält einen kostenfreien Onlinevortrag über Ursachen und Erscheinungsformen von Antisemitismus, Mittwoch, 25. März, 19:30 bis 21 Uhr. Ein weiterer Vortrag greift die Verfolgungsgeschichte des jüdischen Fernsehunterhalters Hans Rosenthal auf, Donnerstag, 26. März, 19 bis 20:30 Uhr, der Eintritt kostet fünf Euro. Darüber hinaus gibt es zwei kostenfreie Workshops zu digitaler Zivilcourage und Handlungsmöglichkeiten für den Alltag am Samstag, 28. März. Die Konzertlesung „Jesus ist nicht schwarz-weiß“ am Donnerstag, 19. März, um 19 Uhr in der Citykirche Elberfeld, Kirchplatz 2, vereint Musik, Dialog und Erfahrungen mit Rassismus. Ein begleitender Workshop am Freitag, 20. März, 13 bis 17 Uhr, ergänzt Hintergrundwissen. Tickets für beide Veranstaltungen gibt es online unter www.wuppertal-live.de. Mit einem offenen Basketballtreff für 13- bis 27-Jährige von 18 bis 22 Uhr fördert das Haus der Jugend Elberfeld, Bergstraße 50, Begegnung durch Sport.

Auch der Wuppertaler Sportverein möchte mit der verbindenden Kraft des Sports ein Zeichen für Vielfalt, Respekt sowie Zusammenhalt setzen und beteiligt sich mit Aktionen rund um das Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte, Samstag, 21. März, ab 12 Uhr, Stadion am Zoo, Hubertusallee 4. Am Abend findet ein türkisch-persisches Konzert auf der Insel, Wiesenstraße 6, statt. Einlass ist um 19 Uhr. Das Deutsch-Ukrainische Kulturzentrum „Lerche“ sowie die Stadtteilbibliothek Barmen, Geschwister-Scholl-Platz 4, veranstalten am Sonntag, 22. März, 14 Uhr, eine mehrsprachige Vorlese- und Bastelzeit für Kinder. Später richten der Stadtteilverein Dunua, die Westafrika-Hilfe Wuppertal, und der Verein DIDF Wuppertal ein Erzählcafé zum Zuhören und Solidarisieren aus, 15 bis 18 Uhr, Bob-Campus, Max-Planck-Straße 19. Die Veranstalter laden erneut zum Vortrag von Dr. Cemal Öztürk ein, Freitag, 27. März, 18 bis 21 Uhr, um sich mit der Stärkung einer offenen und vielfältigen Gesellschaft zu befassen.

Die Grundschule Rottsieper Höhe startet am Montag, 23. März, in die kreative Projektwoche „Wir Rottis sind bunt“. Einen Blick über den Tellerrand ermöglicht die Alte Synagoge, Genügsamkeitstraße, durch eine gemeinsame Verkostung ungarischer und israelischer Weine am Mittwoch, 25. März, um 18 Uhr. Auf den Spuren des Kolonialismus führt die Initiative „Decolonize Wuppertal“ am Sonntag, 29. März, ab 11 Uhr, durch den Stadtteil Elberfeld. Treffpunkt des Stadtrundgangs ist der Wuppertaler Hauptbahnhof.