16:18 Uhr | Ungarn blockiert Ukraine-Milliarden, bis wieder Öl fließt
Das EU-Mitgliedsland Ungarn hat seinen Widerstand gegen die geplante Ukraine-Hilfe der EU in Höhe von 90 Milliarden Euro bekräftigt. Ungarn werde den Kredit weiterhin blockieren, solange kein Öl durch die Druschba-Pipeline geleitet werde, sagte Außenminister Peter Szijjarto in Brüssel. Seit Ende Januar fließt kein russisches Öl mehr durch die Röhre nach Ungarn und in die Slowakei. Die Regierung in Kiew macht einen russischen Angriff in der Westukraine für den Ausfall verantwortlich, während die Slowakei und Ungarn von einer Blockade der Ukraine sprechen und eine Untersuchungskommission gefordert haben. (Quelle: Reuters)
16:03 Uhr | Kenianer sollen nicht mehr für Russland kämpfen
Kenia hat sich nach Angaben seines Außenministers Musalia Mudavadi mit Moskau darauf verständigt, dass Staatsangehörige des afrikanischen Landes nicht mehr für Russland in der Ukraine kämpfen werden. Mudavadi teilte dies nach Gesprächen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau mit. Lawrow zufolge haben kenianische Bürger freiwillig Verträge unterzeichnet, um an der Seite der russischen Armee zu kämpfen. Einem kenianischen Geheimdienstbericht zufolge wurden mehr als 1.000 Kenianer rekrutiert. (Quelle: Reuters)
15:05 Uhr | Moskau attestiert Trump weiteres Interesse an Ukraine
Russland hat einen Bericht der „Financial Times“ zurückgewiesen, wonach US-Präsident Donald Trump wegen des Iran-Kriegs das Interesse am Ukraine-Friedensprozess verliert. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, Trumps häufige Hinweise auf die Ukraine in jüngster Zeit deuteten auf das Gegenteil hin. „Nach seinen Äußerungen zu urteilen, hat Präsident Trump keineswegs das Interesse verloren.“ Außerdem dränge Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nachdrücklich zu einer Einigung. Peskow betonte, Russland sei an einer Fortsetzung der Gespräche zur Beendigung des Krieges interessiert. (Quelle: Reuters)
09:52 Uhr | Hörfunk-Reporter jetzt beim Militär-Radio
In der Ukraine arbeiten Radio-Journalisten, die vor dem russischen Angriffskrieg im zivilen Hörfunk beschäftigt waren, heute bei einem dem Verteidigungsministerium unterstellten Sender. Unser Korrespondent Niels Bula hat sie besucht und über ihre Arbeit bei „Armija FM“ gesprochen.
09:14 Uhr | Russland greift Kiew jetzt auch am Tag an
Bei einem russischen Luftangriff am Tag sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew heute Morgen mehrere Explosionen zu hören gewesen. „Trümmer einer Drohne“ seien im Zentrum der Stadt herabgefallen, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko während des Angriffs mit. Unklar ist, ob der ungewöhnliche Angriff am Tag bereits auf Schwächen der ukrainischen Luftabwehr hinweist oder er eine Art von Test durch die russischen Angreifer war. (Quelle: AFP)
07:30 Uhr | Neue Angriffe in Charkiw und Saporischschja
Nach ukrainischen Angaben ist im innerstädtischen Kiewer Bezirk der ost-ukrainischen Großstadt in Charkiw in der Nacht eine russische Kampfdrohne des iranischen Typs „Shahed“ eingeschlagen. Angaben zu Schäden oder Opfern lagen zunächst nicht vor. Nach weiteren Angaben wurde in der süd-ukrainischen Stadt Saporischschja durch russische Drohnen-Angriffe in der Nacht drei Zvilisten verletzt. (Quelle: Ukrinform)
07:27 Uhr | Selenskyj besorgt um US-Unterstützung
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einem aus Deutschland gelieferten „Patriot“-Luftabwehrsystem (Archivbild)
Bildrechte: picture alliance/dpa | Jens Büttner
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich in einem Interview des US-Senders CNN besorgt über die Unterstützung seines Landes durch die USA geäußert. „Wir wollen die Amerikaner nicht verlieren“, sagte Selenskyj, auch wenn sie aktuell „zweifellos stärker auf den Nahe Osten fokussiert“ seien. Er äußerte die Sorge, dass es zu Verzögerungen oder Reduktionen bei der Lieferung „bestimmter Waffen-Typen“ kommen könne, die „besonders wichtig“ seien. Dieses Risiko sei „sehr hoch“. (Quelle: Ukrinform)
06:27 Uhr | Öl-Lager in Labinsk getroffen
In Labinsk in der Region Krasnodar im Südwesten von Russland ist nach Angaben örtlicher Behörden erneut ein Öl-Depot durch einen ukrainischen Drohnenangriff in Brand geraten. Die Ukraine hatte in den vergangenen Tagen unter anderem bereits die Afipski-Ölraffinerie bei Tichorezk und den Hafen Kawkas am Schwarzen Meer angegriffen. (Quelle: Reuters)
04:32 Uhr | Neue Schutzräume für Cherson
Im Zentrum von Cherson im Süden der Ukraine sind zwei zusätzliche Schutzräume für Zivilisten eingerichtet worden. Laut Militärverwaltung liegt einer der beiden neuen Bunker in der „roten Zone“ der Stadt, die permanent von der russischen Armee beschossen werde. (Quelle: Ukrinform)
04:01 Uhr | EU-Außenminister beraten über Finanzhilfen
Die EU-Außenminister beraten heute in Brüssel über die Blockade von Finanzhilfen für die Ukraine durch Ungarn. Eigentlich hatten sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten bereits im Dezember auf ein Darlehen von bis zu 90 Milliarden Euro geeinigt, um den Finanzbedarf des Landes bis Ende 2027 zu decken. Ungarn hat aber ein Veto eingelegt und will erst dann zustimmen, wenn der Konflikt um unterbrochene russische Öl-Lieferungen über die Druschba-Pipeline durch die Ukraine beigelegt ist. (Quelle: AFP)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 15. März 2026
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für Hilfe bei der Verteidigung der Staaten im Nahen Osten gegen iranische Kamikaze-Drohnen auch Geld und Technologie für die Ukraine gefordert.
Zudem forderte Selenskyj eine stärkere Einhaltung der Sanktionen gegen Moskau und kündigte zudem an, dass es diese Woche in den USA trilaterale Gespräche mit Russland und der Ukraine geben solle.
In Russland sind nach ukrainischen Gegenangriffen ein Erdöl-Lager und eine Raffinerie in Brand geraten. Das Feuer nahe der Stadt Tichorezk, die hunderte Kilometer von der Front entfernt liegt, konnte am Abend gelöscht werden.
00:00 Uhr | Ukraine-News von Montag, 16. März 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 16. März 2026 | 11:30 Uhr