Neuer Online-Shop

Lieferung am selben Tag: Joybuy geht in Düsseldorf an den Start

16.03.2026 – 18:35 UhrLesedauer: 2 Min.

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JD.com (Symbolbild): Der chinesische Konzern bietet einen neuen Lieferdienst in Düsseldorf an. (Quelle: IMAGO/Omar Marques / SOPA Images)

JD.com bringt seinen Shop Joybuy nach Düsseldorf. Bestellungen bis 11 Uhr sollen noch am selben Tag geliefert werden.

Der chinesische Konzern JD.com – nicht zu verwechseln mit dem Sportmode- und Sneaker-Händler JD Sports – hat seinen Online-Shop Joybuy in Düsseldorf offiziell gestartet. Ab Montag bietet er eine Lieferung am selben Tag an. Kunden, die ihre Bestellung bis 11 Uhr aufgeben, sollen ihre Ware noch vor 23 Uhr erhalten. Der Service, den JD.com „Double11“ nennt, gilt zunächst auch in Köln, Bochum, Dortmund und Essen.

Die schnelle Lieferung wird durch die eigene Logistikinfrastruktur ermöglicht. In Oberhausen betreibt JD.com ein 90.000 Quadratmeter großes Lager, weitere Standorte in Norddeutschland unterstützen die Auslieferungen. Ein weiteres Lager in München soll bereits im nächsten Quartal in Betrieb gehen. Für die Zustellung nutzt JD.com die eigene Flotte Joy-Express, die aktuell 100 Lieferwagen umfasst und perspektivisch weiter ausgebaut werden soll. Ergänzend liefert zunächst DHL, um auch bundesweite Lieferungen am Folgetag sicherzustellen. Langfristig plant das Unternehmen, den Versand vollständig über eigene Fahrzeuge abzuwickeln.

Joybuy bietet rund 60.000 Artikel an, darunter Elektronik, Haushaltswaren, Spielwaren, Drogerieprodukte, Lebensmittel und Autozubehör. Das Sortiment umfasst sowohl europäische als auch chinesische Marken. Mit dem Mitgliedschaftsprogramm Joy Plus für 3,99 Euro im Monat erhalten Kunden eine kostenlose Lieferung ohne Mindestbestellwert, ähnlich wie beim Amazon-Dienst Prime.

JD.com will den eigenen Lieferdienst langfristig auch anderen Händlern zur Verfügung stellen. Cristian Crueger, Bereichsleiter Konsumelektronik bei JD.com in Deutschland, betonte, dass das Ziel ein bundesweit flächendeckender Lieferdienst direkt bis an die Haustüre sei.

Kritiker sehen jedoch Herausforderungen: Christoph Tripp, Professor für Handelslogistik an der TH Nürnberg, wies im „Handelsblatt“ darauf hin, dass ein flächendeckendes Paketnetzwerk in Deutschland nur profitabel betrieben werden kann, wenn ein Marktanteil von etwa zehn Prozent erreicht wird.