Altersarmut in Bayern
„Es ist fatal“: Schauspielerin geht mit München hart ins Gericht
Aktualisiert am 16.03.2026 – 20:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Schauspielerin Michaela May (Archivbild): Sie kämpft gegen Altersarmut. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON/imago)
Auf dem roten Teppich geht es normalerweise um Fotos und ein schönes Lächeln. Aber: Eine Prominente spricht mit t-online genau dort über ein ernstes Problem in München.
München ist bekannt dafür, dass sich bei zahlreichen Events auf dem roten Teppich Schauspieler und Stars die Klinke in die Hand geben. Ein Thema, über das bei solchen Events eher selten gesprochen wird, ist Altersarmut. Schauspielerin Michaela May beschäftigt sich hingegen schon lange damit, wie sie der Münchner Lokalredaktion von t-online vor wenigen Tagen auf dem roten Teppich am Nockherberg sagte.
„Es ist wirklich fatal, dass in so einem reichen Bundesland wie Bayern und in so einer reichen Stadt wie München Altersarmut ein ganz großes Thema ist“, sagte May, nach ihrem Engagement gegen Altersarmut gefragt.
Auch viele Schauspieler seien davon betroffen, sagte die 73-Jährige und weiter: „Und so geht es ganz schnell, dass man die Miete nicht zahlen kann und abrutscht. Da kommt man nur ganz schwer wieder raus.“
In München, der Stadt mit den teuersten Mieten in Deutschland, sei das Problem umso größer. Aus Mays Sicht sei für Rentner, die unter den hohen Mieten leiden, auch der Umzug aufs Land keine Option. Es gehe um Leute, die „hier verwurzelt sind und ihr Leben in München verbracht haben“, sagte sie. Man könne Rentner nicht einfach verpflanzen.
Vielmehr sieht May die Politik in der Pflicht. „Für Leute, die ihr Leben lang gearbeitet haben, aber mit ihrer Rente die Miete nicht zahlen können, muss ein Ersatz geschaffen werden“, forderte May im Gespräch mit t-online weiter. Ihrer Meinung nach sollten die Sozialversicherungen einspringen, sodass auch Menschen, die weniger verdient hätten, im Alter nicht in die Armut rutschen.
