Newsblog zur US-Politik
Trump verschiebt Gipfel mit Xi – China äußert „ernste Besorgnis“
Aktualisiert am 16.03.2026 – 23:43 UhrLesedauer: 23 Min.
US-Präsident Trump (l.) hatte Chinas Staatschef Xi zuletzt in Südkorea getroffen. (Archivbild) (Quelle: Mark Schiefelbein/AP/dpa/dpa-bilder)
Donald Trump brüskiert Chinas Staatschef Xi Jinping. Ein US-Richter stoppt den Impf-Kurswechsel unter Trump. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Donald Trump verschiebt kurzfristig sein für Ende März geplantes Gipfeltreffen mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping. Er habe um einen Aufschub von rund einem Monat gebeten, da er wegen des Iran-Krieges in den USA bleiben müsse, sagte Trump, der auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist, am Montag vor Reportern in Washington. Eigentlich war der Besuch vom 31. März bis zum 2. April geplant. Finanzminister Scott Bessent hatte bereits gesagt, eine mögliche Verschiebung habe nichts mit der Haltung Pekings zur Straße von Hormus zu tun. Trump hat China gedrängt, bei der Öffnung der für die weltweite Ölversorgung wichtigen Meerenge zu helfen, die der Iran weitgehend blockiert. Am Sonntag hatte Trump durchblicken lassen, dass er den Gipfel andernfalls verschieben könnte.
Bessent hatte sich am Montag in Paris geäußert, wo er gemeinsam mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer und dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten He Lifeng den Gipfel Trump/Xi vorbereitet hatte. Greer zufolge hatten sich beide Seiten dabei auf Eckpunkte eines Fahrplans geeinigt. Ziel sei, Bereiche von gegenseitigem Nutzen auszumachen.
Beobachter verwiesen darauf, dass sich die Spannungen zwischen Washington und Peking verschärfen könnten, da neben den bisherigen Streitpunkten Handel und Taiwan nun auch der Iran-Krieg zu den Themen gehört, die beide Länder entzweien. Zudem hatte Chinas Chefunterhändler Li Chenggang am Montag in Paris „ernste Besorgnis“ über neue US-Untersuchungen zu angeblichen unfairen Handelspraktiken geäußert. Die USA prüfen dabei Vorwürfe
gegen China unter anderem zu Zwangsarbeit und Überkapazitäten. Die Untersuchungen
könnten in einigen Monaten zu neuen Zöllen führen.
Ein US-Richter hat den Kurswechsel in der Impfpolitik unter Präsident Donald Trump vorerst gestoppt. Bundesrichter Brian Murphy urteilte am Montag, die von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. herbeigeführten Änderungen seien „willkürlich“ und verstießen gegen wissenschaftliche Methoden und eingespielte Verfahren. Mehr dazu lesen Sie hier.
Donald Trump hat unter dem Eindruck der Spannungen zwischen den USA und Kuba eine „Übernahme“ des sozialistischen Landes angedeutet. Er glaube, dass er die Ehre haben werde, Kuba zu übernehmen, sagte der Republikaner vor Journalisten im Weißen Haus und erläuterte weiter: in irgendeiner Form – ob er das Land befreie oder übernehme. Er könnte mit dem Land alles machen, was er wolle. Konkreter wurde Trump nicht.
Der US-Präsident sagte über Kuba: „Es ist ein gescheiterter Staat. Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl, sie haben gar nichts. Sie haben schönes Land.“ Und: „Es ist eine wunderschöne Insel.“
