Osterferien-Start

Das erwartet Autofahrer auf den Straßen

17.03.2026 – 02:26 UhrLesedauer: 2 Min.

Stau auf der A1 bei Bremen: Bereits am Freitag ging es nur sehr langsam in Richtung Osnabrück voran – für Samstag sind Wartezeiten von mehr als zwei Stunden vorausgesagt.Vergrößern des Bildes

Stau auf der A1 bei Bremen (Archivbild): Am Freitag ist der letzte Schultag vor den Osterferien, danach kann es auf den Autobahnen voll werden. (Quelle: Christian Butt)

Bremen startet in die Osterferien – als eines der ersten Bundesländer. Doch auf einer zentralen Route droht pünktlich zum Ferienstart der Stillstand.

In Bremen beginnen die Osterferien. Gemeinsam mit Niedersachsen gehört das Bundesland zu den ersten, die in die Schulferien starten. Wer die freien Tage für eine Reise nutzen will, kann dabei grundsätzlich entspannt losfahren – ADAC und Auto Club Europa (ACE) erwarten das Wochenende insgesamt als „vergleichsweise ruhig“ und die Staugefahr deutschlandweit als „überschaubar“. Doch ausgerechnet auf einer für Bremer Autofahrer zentralen Route droht Stillstand.

Wer von Bremen Richtung Hamburg oder weiter nach Norden fährt, muss umplanen: Auf der A 7 zwischen Hamburg-Heimfeld und Hamburg-Stellingen beginnt am Freitagabend um 22 Uhr eine Vollsperrung des Elbtunnels in beiden Richtungen. Sie dauert bis Montagmorgen, 5 Uhr, an. Eine Umleitung ist eingerichtet. Wer dennoch diese Route nehmen will oder muss, sollte vor allem am Samstag und bei der Heimreise am Sonntagnachmittag deutlich mehr Zeit einplanen.

Der ACE erwartet für den Samstag zwar „leichte Verzögerungen, aber wenig Staus“ – rechnet dennoch im Großraum Hamburg durch die Elbtunnel-Sperrung sowie in Bremen und Niedersachsen wegen des Ferienbeginns mit spürbar mehr Reiseverkehr als sonst.

Wer von Bremen Richtung Süden unterwegs ist, muss ebenfalls mit Verzögerungen rechnen: Das Leonberger Dreieck bei Stuttgart ist wegen der Sperrung einer Tunnelröhre des Engelbergtunnels stark staugefährdet. Dazu kommt eine Sperrung der A 8 in Fahrtrichtung Stuttgart zwischen Ulm-West und Mühlhausen – sie beginnt am Freitag um 20 Uhr und endet erst am Montagmorgen um 5 Uhr. Für Rückreisende könnte dieser Abschnitt laut ACE ein weiterer Stauschwerpunkt werden.

Am Freitag steigt das Verkehrsaufkommen typischerweise rund um Ballungsräume an, wenn sich Berufs- und Wochenendpendler die Straßen teilen. Der ADAC zählt bundesweit aktuell 757 Baustellen, in deren Umfeld es erfahrungsgemäß häufiger stockt. Am Sonntag ist bei schönem Frühlingswetter mit Ausflüglern auf dem untergeordneten Straßennetz zu rechnen. Allerdings dürften laut ADAC wegen der hohen Spritkosten infolge des Irankrieges „etliche“ Autofahrer von spontanen Ausflügen und Wochenendtrips absehen.

Wer von Bremen aus Richtung Österreich fährt, kann vergleichsweise entspannt reisen: Der intensive Osterreiseverkehr lasse noch auf sich warten, so der ADAC, und die Zahl der Skiurlauber gehe zurück. Zu den An- und Abreisezeiten in Wintersportgebieten kann es laut ACE „kurz stocken“, größere Verzögerungen seien aber nicht zu erwarten. Auf der Brennerautobahn ist wegen der Generalsanierung der Luegbrücke gerade zu Stoßzeiten immer wieder mit Verzögerungen und Staus zu rechnen. An den deutschen Grenzübergängen von Österreich – Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – sind wegen stichprobenhafter Einreisekontrollen weiterhin Wartezeiten möglich.

In der Schweiz erwartet der ACE abseits des Berufsverkehrs am Freitag nur geringes Verkehrsaufkommen. Der ADAC hingegen stuft mehrere Strecken als „zeitweise staugefährdet“ ein: darunter die Gotthard- und die San-Bernardino-Route sowie die A 1 (Bern–Zürich–St. Margarethen), die A 3 (Basel–Zürich–Chur) und die Zufahrtsstraßen zu den Skigebieten in Graubünden, dem Berner Oberland, dem Wallis und der Zentralschweiz.