Frühling in der Stadt
Kirschblüten: Wenn München wieder rosa wird
Aktualisiert am 17.03.2026 – 02:04 UhrLesedauer: 3 Min.
Kirschblüten im Olympiapark: Hier blühen besonders viele Zierkirschen. (Quelle: IMAGO/Wolfgang Maria Weber/imago)
Jedes Jahr bringen sie wieder Farbe in die Stadt: Die Kirschblüten. Wann die Blüte losgeht und welche Spots sich lohnen.
Nach den kalten und grauen Wintermonaten sind die Kirschblüten in München der erste große Farbklecks: Rosafarbene Blütendächer ranken sich über die Wege in den Münchner Parks und fallen wie bunte Schneeflocken zu Boden. Kein Wunder also, dass die Blüte schon jetzt von vielen herbeigesehnt wird.
Besonders bei Pflanzen- und Fotografiefreunden ist die Blüte beliebt. München hat mehrere passende Spots, um die Blüte zu bestaunen. Um diese aber zu erwischen, muss der Zeitpunkt gut geplant sein, denn die Blütezeit ist nur von kurzer Dauer.
Die beliebten Kirschblüten wachsen meist an der Zierkirsche (Prunus zerrulata), die in Japan beheimatet ist. Von dort stammt auch die Tradition, Kirschblüten zu bewundern und unter den Blütendächern zu picknicken.
Die Zeit der Blüte hängt insbesondere davon ab, wie die Temperaturen im Januar und Februar waren. Normalerweise beginnt die Blütezeit Ende März, Anfang April. Die Faustregel ist: Fällt der Februar besonders mild aus, beginnt die Blüte in der Regel früher. Entscheidend für die Blüte ist außerdem der Niederschlag: Ist der Frühlingsanfang sehr nass, kann es sein, dass die Triebspitzen abfallen und gar nicht blühen.
Im Heimatland Japan beginnt die Blütezeit meistens bereits im Januar, und zwar auf der südlichsten Insel Okinawa. Auf der Hauptinsel Honshu beginnt die Blüte Ende März und wandert bis in den Norden nach Sapporo, wo sich die rosa und weißen Blüten bis in den Mai zeigen.
Die Blütezeit selbst ist jedoch ein kurzweiliges und von Vergänglichkeit gezeichnetes Vergnügen: Nur rund zwei Wochen hält die farbenfrohe Blütenpracht an.
Der Westpark ist ein Geheimtipp für alle, die die Kirschblüte in einer besonderen Atmosphäre genießen möchten. Der japanische Garten, ein Geschenk der Partnerstadt Sapporo anlässlich der Olympischen Spiele 1972, bietet eine einzigartige Kulisse mit Teichen, Inseln und asiatischen Tempeln.
Hier verschmelzen Tradition und Natur: Zierkirschen blühen in zarten Rosa- und Weißtönen und verwandeln den Park in ein idyllisches Hanami-Erlebnis.
