„Letzte Verteidigungswelle“
Terroristische Vereinigung? Objekte in Dresden durchsucht
17.03.2026 – 10:46 UhrLesedauer: 1 Min.
Razzia bei der „Letzten Verteidigungswelle“ im Jahr 2025 (Archiv): Erneut hat es Durchsuchungen bei den Rechtsextremen gegeben. (Quelle: Bernd Wüstneck)
Die Bundesanwaltschaft geht gegen mutmaßliche Mitglieder einer rechtsextremen Vereinigung vor. Die Vorwürfe wiegen schwer.
Die Bundesanwaltschaft hat am Dienstagmorgen Durchsuchungen an 16 Orten in fünf Bundesländern veranlasst. Die Maßnahmen richten sich gegen zehn Beschuldigte. Ihnen wird die Mitgliedschaft in einer rechtsextremistischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen.
Die Durchsuchungen finden in Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein statt. In Sachen befinden sich die Objekte in Dresden, dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Vogtlandkreis sowie Landkreis Zwickau. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs hatte die Beschlüsse erlassen. Beamte des Bundeskriminalamts und der Landespolizei führen die Maßnahmen durch.
Bei den Beschuldigten handelt es sich nach Angaben der Bundesanwaltschaft um Jugendliche und Heranwachsende. Sie sollen sich zwischen April und Dezember 2024 der Vereinigung angeschlossen haben. Diese nennt sich selbst „Letzte Verteidigungswelle“. Seitdem sollen die Beschuldigten als Mitglieder aktiv gewesen sein.
Einer Beschuldigten wird Rädelsführerschaft vorgeworfen. Gegen zwei Beschuldigte wird nach Angaben der Bundesanwaltschaft auch wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Festnahmen sind nicht erfolgt. Die Durchsuchungen dienen dazu, die Verdachtsmomente zu erhärten.
