Bündnisse im Römer
Diese Koalitionen wären nach der Wahl in Frankfurt möglich
Aktualisiert am 17.03.2026 – 11:22 UhrLesedauer: 3 Min.
Das Frankfurter Rathaus Römer (Archivbild): Nach der Kommunalwahl geht es jetzt um die Bildung einer neuen Stadtregierung. (Quelle: Andreas Arnold/dpa/dpa-bilder)
Nach dem Wahlsieg der CDU beginnt in Frankfurt das Ringen um die Macht. Mehrere Bündnisse sind möglich – doch vieles hängt noch an offenen Stimmen.
Noch am Wahlabend begannen in Frankfurt die Rechenspiele: Wer kann und mag mit wem eine neue Stadtregierung bilden? Noch liegt zwar nur das Trendergebnis der Kommunalwahl vor, das sich noch verändern kann. Doch nach diesem zeichnet sich bereits ab, welche Koalitionen im Frankfurter Römer überhaupt infrage kommen – und welche eher nicht.
Die CDU liegt als Wahlsieger mit 26,5 Prozent vorn, gefolgt von den Grünen (21,0 Prozent) und der SPD (16,7 Prozent). FDP und Volt kommen jeweils auf 4,7 Prozent, die Linke auf 8,9 Prozent.
Eine Option wäre ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD. Eine solche sogenannte „Kenia-Koalition“ würde die drei größten Parteien zusammenbringen und käme ohne zusätzliche Partner aus. Zudem wäre die SPD, die Partei des amtierenden Oberbürgermeisters Mike Josef, weiterhin Teil der Stadtregierung. Aus der SPD heißt es, man strebe ein „stabiles Bündnis“ mit wenigen Partnern an, wie die „FAZ“ berichtet.
Allerdings wären einige Differenzen zu überbrücken. Vor allem bei Themen wie Verkehr, Stadtplanung oder Wohnen liegen die Positionen teils deutlich auseinander – ebenso wie beim Thema Drogenpolitik und Suchthilfe. Die CDU war im Wahlkampf sowie als Oppositionspartei oftmals als Fundamentalgegner ihres ehemaligen Koalitionspartners, den Grünen, aufgetreten. Auch die Verteilung wichtiger Dezernate dürfte umkämpft sein.
Das Ergebnis bildet bislang nur einen Teil der abgegebenen Stimmen ab. Bisher wurden nur Stimmzettel mit einem einfachen Listenkreuz ausgewertet. Stimmen, die Wähler auf einzelne Kandidaten verteilt oder gehäuft haben – also durch Panaschieren und Kumulieren –, werden erst in diesen Tagen vollständig gezählt. Schätzungen zufolge sind derzeit noch rund 30 bis 40 Prozent der Stimmen nicht im Ergebnis enthalten. Dadurch kann es noch zu spürbaren Verschiebungen kommen. Das vorläufige Endergebnis soll diese Woche feststehen.
Eine Option ohne den Wahlsieger CDU wäre ein Bündnis aus Grünen, SPD, Linken und Volt. Dieses Modell war bereits vor der Wahl diskutiert worden, als die Parteien gemeinsam den Haushalt verabschiedeten.
