20-jähriges Jubiläum

Beliebtes Wanderziel verändert sich: Besucher sollen mitreden

17.03.2026 – 11:52 UhrLesedauer: 2 Min.

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Stempelkasten für die Wandernadel: Es gibt zahlreiche dieser Stellen im Harz. (Quelle: IMAGO/Rainer Keuenhof/imago)

Auch Braunschweiger kennen sie bestens: Seit 20 Jahren gibt es die Harzer Wandernadel. Nun würdigt ein Museum das Jubiläum mit einer eigenen Ausstellung.

Die Harzer Wandernadel startete am 8. April 2006 auf der Plessenburg bei Ilsenburg. Seit 2007 zählt das Projekt im gesamten Harz 222 Stempelstellen im regulären Wanderpass. Laut Klaus Dumeier, Geschäftsführer der in Blankenburg ansässigen Harzer Wandernadel GmbH, seien seitdem mehr als eine Million Wanderpässe und rund 350.000 Begleithefte verkauft worden.

Mehr als 15.350 Menschen tragen laut Dumeier den Titel „Wanderkaiser“ – die höchste Auszeichnung des Projekts. Wer ihn erwerben will, muss alle 222 Stempel sammeln. Dumeier beschreibt die körperliche Anforderung: „Minimum muss man dafür etwa 850 Kilometer wandern, der Schnitt liegt etwa zwischen 1.100 und 1.200.“

Die Touren zu den einzelnen Stempelstellen unterscheiden sich in Länge, Schwierigkeitsgrad und Höhenlage. „Es gibt außerdem Sonderstempel und sechs wandernde Stempel, die alle zwei Monate den Ort wechseln“, sagt Dumeier. „Letztere decken die hohe Nachfrage ab, etwa von Hotels, die auch gern Stempelstelle sein möchten.

Laut Dumeier plant das Projekt ein Update bei einzelnen Stempelstellen. Nutzer sollen dabei helfen, welche Stellen gestrichen und welche neu ausgewiesen werden. Der Geschäftsführer erklärt im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur: „Der Harz hat sich immens verändert. Wir haben Aussichten, wo nie Aussichten waren und Aussichten, die zugewachsen sind.“

Das Harzmuseum Wernigerode widmet dem Jubiläum eine eigene Ausstellung: Ab dem 26. April zeigt das Museum die Schau „20 Jahre Harzer Wandernadel – eine Erfolgsgeschichte“. Nach Angaben des Museums läuft sie bis zum 13. September 2026. Auf rund 60 Quadratmetern seien Wanderpässe, Begleithefte, Stempelkästen und Leistungsabzeichen zu sehen, so das Museum. Großformatige Fotografien bildeten die schönsten Stempelstellen ab.

Für Braunschweiger ist der Harz aufgrund seiner Nähe ein beliebtes Ausflugsziel: Über die Autobahn 36 sind viele Ortschaften in rund einer Stunde oder etwas mehr erreichbar.