
Die Ukraine will die Druschba-Pipeline reparieren.
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- Die Ukraine akzeptiert EU-Unterstützung für die Reparatur der Druschba-Pipeline.
- EU-Ratspräsident António Costa bestätigt die technische Hilfe, während der Zeitplan von sechs Wochen steht.
- Der Konflikt belastet die EU-Ukraine-Beziehungen und könnte die finanzielle Hilfe verzögern.
Die Ukraine akzeptiert technische und finanzielle Unterstützung der EU für die Reparatur der Druschba-Pipeline. EU-Ratspräsident António Costa bestätigte die Zusage am Dienstag. Die Arbeiten an der beschädigten Pumpenstation laufen bereits auf Hochtouren.
Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet laut „AFP“ damit, dass die Anlage in rund sechs Wochen wieder betriebsbereit ist – vorausgesetzt, russische Streitkräfte greifen die Infrastruktur nicht erneut an. Die Reparatur betrifft eine zentrale Transitroute für russisches Öl nach Mitteleuropa.
Druschba-Pipeline als Druckmittel: Ungarn eskaliert Konflikt
Die Pipeline-Unterbrechung hat bereits konkrete politische Folgen. Ungarn kündigte am Montag an, einen EU-Kredit über 90 Milliarden Euro für die Ukraine zu blockieren. Auch neue Sanktionen gegen Russland will Budapest verhindern – solange die Ölversorgung gestört bleibt.
Seit Ende Januar erreicht kein russisches Öl mehr Ungarn und die Slowakei über die Druschba-Leitung. Beide Länder sind von dieser Route abhängig und machen Kiew für die lange Unterbrechung verantwortlich.
Die ukrainische Regierung weist die Vorwürfe zurück. „Vorwürfe, die Ukraine behindere absichtlich den Öltransport durch die Druschba-Pipeline, sind unbegründet“, schrieb Selenskyj in einem Brief an Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Kiew führt die Störung auf russische Angriffe auf Pipeline-Anlagen in der Westukraine zurück.
Streit um Verantwortung belastet EU-Ukraine-Beziehungen
Der Konflikt zeigt die Fragilität der europäischen Energieversorgung in Kriegszeiten. Während die Ukraine auf russische Sabotage verweist, nutzt Ungarn die Situation für politischen Druck. Die Blockade des milliardenschweren EU-Kredits könnte die finanzielle Unterstützung für Kiew verzögern.
Parallel bekräftigte die EU ihre langfristige Strategie. Brüssel plant, bis Ende 2027 sämtliche verbleibenden Ölimporte aus Russland zu beenden. Die aktuelle Krise beschleunigt möglicherweise die Suche nach alternativen Versorgungsrouten.
Die technische Unterstützung der EU soll nun helfen, die Reparaturen zu beschleunigen. Ob die sechswöchige Frist eingehalten werden kann, hängt maßgeblich von der Sicherheitslage ab. Weitere russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur könnten den Zeitplan zunichtemachen.