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Diese Entscheidung ist nicht wirklich leicht nachzuvollziehen und wird bei den Fans des SC DHfK Leipzig für große Enttäuschung sorgen. Der Tabellen-Letzte der Handball-Bundesliga trennt sich am Saisonende von Lucas Krzikalla. Ausgerechnet! Der Rechtsaußen ist nicht nur Urgestein und Gesicht des Klubs, sondern war in den letzten Wochen obendrein einer der wenigen Spieler, der auf der Platte konstant abgeliefert hat.

SC DHfK verlängert Vertrag von Lucas Krzikalla nicht

Bereits letzten Donnerstag bekam er die Entscheidung von Geschäftsführer Karsten Günther persönlich mitgeteilt. Krzikalla sagt: „Es kam schon überraschend. Und es ist jetzt so endgültig. Ich bin schon traurig und enttäuscht, bin aber im Grunde ein positiver Mensch. Meine schwachen Minuten hatte ich schon in der letzten Woche, nach dem Gespräch mit Karsten. Aber es muss ja weitergehen und ich versuche nach vorn zu blicken, auch wenn es noch etwas schwerfällt.“

Seit 2010, damals begann er in der Handball-Akademie des Klubs, spielt er für den SC DHfK. Seit 2012 spielt er im Männerteam, im Jahr 2015 stieg er mit Verein in die Bundesliga auf. Obendrein ist er seit Jahren Markenbotschafter der Allianz Handball Schule. Das alles zählt nun plötzlich nicht mehr. Weil vor allem wirtschaftliche Gründe drücken. Der Klub muss seinen Etat (derzeit über 8 Millionen Euro) auch im Falle des Klassenerhaltes abspecken. Bei Abstieg wird es noch einmal deutlich mehr sein.

Foto: BILD

Geschäftsführer Karsten Günther erklärt: „Diese Entscheidung ist unglaublich schwer gefallen, denn Krizi hat unseren Weg in den letzten Jahren maßgeblich mit geprägt und viele Talente für eine Handballkarriere inspiriert. Wir haben auf Rechtsaußen mit Anton und Staffi zwei Leipziger Jungs bis 2028 unter Vertrag und müssen aufgrund der Tabellensituation auch wirtschaftlich so effektiv wie möglich agieren.“ Er beteuert: „Das haben wir sehr ehrlich miteinander besprochen, um Planungssicherheit für beide Seiten herzustellen und wir werden ganz sicher auch über die Saison hinaus freundschaftlich verbunden bleiben.“ In der nächsten Saison will der Klub auf Staffan Peter (22) und U19-Weltmeister Anton Voss (19) setzen – obwohl Krzikalla auf seiner Position zuletzt wieder die klare Nummer 1 war. Offenbar ist er nun jedoch das erste Opfer der in den letzten Monaten völlig verfehlten Kaderplanung geworden, die dem Klub eine Menge Geld kostete.

Krzikalla will aber auf jeden Fall trotzdem weiter Handball spielen: „Es macht immer noch sehr, sehr viel Spaß. Das ist meine Leidenschaft. Jetzt aufzuhören ist keine Option.“ Und wer ihn kennt, weiß, dass er bis zur letzten Sekunde alles für den SC DHfK geben wird.