Ein Sprecher des ukrainischen Kampfdrohnenentwicklers Wild Hornets zeigte eine ähnliche Bereitschaft. Im Gespräch mit „The War Zone“ sagte er, sollte sich die Gesetzeslage ändern, sei Wild Hornets in der Lage, Drohnen an ausländische Nationen zu liefern. Berichte, dass man in direkten Verhandlungen mit Saudi-Arabien über den Verkauf von Sting-Drohnen stehe, dementierte das Unternehmen hingegen.

Bevor die Ukraine die nötige Freigabe für Waffenexporte erteilt, dürfte Selenskyj darauf bedacht sein, im Gegenzug mögliche Hilfen für die Ukraine zu vereinbaren. Konkret forderte Selenskyj bereits Raketen für das Patriot-Flugabwehrsystem, an denen es Kiew derzeit mangelt. Im Gegenzug werde man eine entsprechende Anzahl an Abfanggeräten freigeben, hieß es.

Analysten warnen laut einem Bericht des US-Magazins „Fortune“ allerdings vor Selenskyjs Opportunismus: Der Einstieg in den globalen Waffenmarkt sei nicht so einfach wie die Unterzeichnung eines Vertrags, lautet der Tenor.

„Der Waffenhandel ist ein unglaublich heikles und sensibles Thema“, sagte etwa Yevhen Mahda, Geschäftsführer des Kiewer Instituts für Weltpolitik, dem Magazin. Es handele sich um einen Markt, auf dem die USA dominant seien, sagte er. Mahda warnte zudem vor Erwartungen, dass sich die Märkte allein aufgrund der überzeugenden Argumentation der Ukraine öffnen würden. „Es bedarf eines harten, kalkulierten diplomatischen Vorgehens“, so der Experte.