Die Teilnahme an den Play-offs ist gesichert – und Borussia Düsseldorf sendet im Titelrennen ein weiteres starkes Signal. Mit einem 3:1-Erfolg bei Borussia Dortmund behauptet der Tabellenführer am Dienstagabend seine makellose Bilanz im Jahr 2026 und bleibt souverän an der Spitze.

Allerdings traten die Gastgeber ersatzgeschwächt an: Mit dem Ex-Düsseldorfer Kristian Karlsson und Anders Lind fehlten gleich zwei der skandinavischen Leistungsträger, die normalerweise das Rückgrat der Dortmunder Mannschaft bilden. Dennoch war die Partie kein Selbstläufer, denn Düsseldorf musste sich die Punkte phasenweise hart erarbeiten.

Dang Qiu eröffnete den Abend gegen Alberto Mino konzentriert und dominierte den ersten Satz klar. Danach entwickelte sich ein zerfahrenes Duell mit wechselnden Vorteilen. Besonders im zweiten Durchgang bewies Qiu große Nervenstärke, als er gegen den routinierten Ecuadorianer einen 7:10- Rückstand noch zum 12:10-Satzgewinn drehte. Zwar musste er den dritten Durchgang dann abgeben, fand anschließend aber wieder zu mehr Klarheit in seinem Spiel und sicherte den Auftaktpunkt.

Im zweiten Einzel kam es zum Duell zwischen dem Ungarn Adam Szudi und Anton Källberg. Trotz ansehnlicher Ballwechsel fehlte dem Schweden die Konstanz. Nach einem umkämpften zweiten Satz verlor er zunehmend den Rhythmus, sodass der mehrfache ungarischer Meister die Partie für Dortmund zum 1:1 ausgleichen konnte.

Yongyin Li brachte Düsseldorf anschließend wieder in Führung – und das äußerst überzeugend. Gegen seinen früheren Teamkollegen Cedric Nuytinck agierte der Ex-Dortmunder von Beginn an druckvoll, präzise und kompromisslos. Im ersten Satz legte er eine 7:0- und 10:1-Führung vor. Mit schnellen Angriffen und starken Reflexen dominierte der Chinese das Geschehen auch im zweiten Satz klar, führte schnell 3:0 und 7:2, ließ seinem Gegner kaum eine Chance. Seine Leistung wurde von der Bank besonders hervorgehoben, da er im dritten Satz in engen Momenten konsequent blieb und das Spiel auch dort jederzeit unter Kontrolle hatte.

Im abschließenden Einzel übernahm Anton Källberg erneut Verantwortung. Gegen Alberto Mino tat er sich zunächst schwer und verlor den ersten Satz knapp. Doch danach steigerte er sich gegen den 35-Jährigen deutlich, reduzierte seine Fehler und fand besser ins Spiel. In den folgenden Sätzen setzte er sich jeweils in den entscheidenden Phasen durch und machte mit einem 3:1 den Gesamtsieg perfekt.

Dang Qiu zeigte sich nach der Partie zufrieden, betonte aber auch die Herausforderungen. Nach der längeren Spielpause in der Bundesliga sei es wichtig gewesen, wieder in den Rhythmus zu kommen. Zudem war er erst am Tag zuvor vom WTT-Champions-Turnier aus China zurückgekehrt. „Ich war deshalb etwas müde. Aber ich habe mich trotzdem gut gefühlt. Ich war auch in China in guter Form. In Alberto Mino hatte ich einen aggressiven Gegner, Das ist immer schwer gegen ihn und überhaupt nicht einfach.“ Gegen den unorthodox spielenden Mino habe er sich erst anpassen müssen, letztlich aber die richtigen Lösungen gefunden.

Mit dem vorzeitig gesicherten Play-off-Platz richtet sich der Fokus nun klar auf die kommenden Wochen. Die Tabellenführung soll unbedingt verteidigt werden, um sich im Halbfinale den entscheidenden Vorteil bei der Gegnerwahl zu sichern. Die Form stimmt – und Düsseldorf zeigt eindrucksvoll, dass der Weg zum Titel auch in dieser Saison nur über sie führen dürfte.