In zwei Tagen geht ein Action-Epos im Kino weiter – mit einem fast vier Stunden langen Sequel. Die riesige Nachfrage stellt einige Kinobetreiber vor ein Problem, das auf interessante Weise gelöst wird.

Erst am 5. Dezember 2025 kam „Dhurandhar“ in die Kinos, in wenigen Tagen gibt es bereits die Fortsetzung. Auch in Deutschland kann man „Dhurandhar 2: The Revenge“ ab dem 19. März 2026 auf der großen Leinwand sehen. Die bereits jetzt bekannte, für einen indischen Actionfilm ausgesprochen hohe Anzahl an Kinos zeigt, dass man auch hierzulande mit großer Nachfrage rechnet. Schließlich ist der Vorgänger einer der erfolgreichsten indischen Filme aller Zeiten – und wurde zuletzt mit seiner Netflix-Auswertung noch populärer.

Doch die hiesige Nachfrage ist absolut nichts im Vergleich zur Begeisterung in Indien. Dort müssen einige Kinos jetzt den Film mitten in der Nacht zeigen, um die Nachfrage zu stillen.

„Dhurandhar 2“: Alle wollen die 4 Stunden lange Action-Sause sehen

Eine besondere Herausforderung ist dabei die Laufzeit. Schon der Vorgänger dauert dreieinhalb Stunden. „Dhurandhar 2: The Revenge“ soll nun satte 3 Stunden und 55 Minuten Länge haben. Mit der Zeit, die für Werbung und Trailer draufgeht und die es braucht, um kurz noch den Saal sauber zu machen, kann man da nicht viele Vorstellungen hintereinander anbieten. Und deren Tickets waren teilweise schnell vergriffen.

Laut The Times Of India, der zweitgrößten englischsprachigen Tageszeitung der Welt, sind die Vorverkaufszahlen schon jetzt auf Rekord-Niveau. Mehrere Kinos hätten deswegen entschieden, noch weitere Vorstellungen kurzfristig ins Programm zu nehmen. Und weil am Tag schon alles voll mit Vorführungen von „Dhurandhar 2: The Revenge“ ist, wird auf die Nacht ausgewichen.

Um 1.50 Uhr in der Nacht ins Kino

So gebe es nun Vorführungen, die erst deutlich nach Mitternacht beginnen. So gibt es zum Beispiel Startzeiten um 1.50 Uhr in der Nacht. Angesichts der Laufzeit sitzt man dann also bis in die frühen Morgenstunden im Kino. Es führe quasi auch dazu, dass manche Kinos den Film fast rund um die Uhr zeigen. Schließlich beginnen früh am Morgen schon die ersten Tagesvorführungen des Action-Sequels.

Die Popularität des Films schlägt nicht nur in Indien hohe Wellen. Auch in Deutschland sind bei einzelnen Kinos nur noch wenige Plätze zu bekommen. Wer „Dhurandhar 2“ zum Beispiel im Berliner UCI East Side Gallery bei der allerersten Vorführung sehen will, kann zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels nur noch aus einer Handvoll Plätzen in der ersten Reihe am Rand auswählen. Aus Nordamerika wird sogar der bislang erfolgreichste Vorverkauf für einen indischen Kinofilm aller Zeiten gemeldet.

Kontroverse Action: Darum geht es in der „Dhurandhar“-Reihe

In dem auf Netflix verfügbaren Vorgänger „Dhurandhar“ wird Ex-Soldat Jaskirat Singh Rangi (Ranveer Singh) vom indischen Geheimdienst rekrutiert und auf eine gefährliche Mission geschickt. Unter falscher Identität soll er kriminelle Syndikate in Pakistan infiltrieren, die bei der Finanzierung von Terroranschlägen in Indien helfen.

Das Sequel setzt unmittelbar nach den Ereignissen des ersten Teils an und zeigt, wie der Protagonist sich mittlerweile fest in der kriminellen Machtstruktur etabliert hat. Jetzt geht es darum, auch die Hintermänner zu enttarnen. Doch Rangi wird bei seinem Auftrag immer zerrissener zwischen seiner neuen Familie, die er sich in Pakistan aufgebaut hat, und seiner Loyalität zu seinem Heimatland.

Bereits der erste Teil hat für viel Aufsehen und Kontroversen gesorgt und eine hitzige Debatte ausgelöst. Teilweise wird den Filmen auch Propaganda vorgeworfen, da reale Terroranschläge und Aufnahmen davon in eine fiktive Handlung eingewoben sind. So gab es den Vorwurf, dass damit Geschichte umgeschrieben wird. In mehreren Ländern gab es sogar ein Verbot des ersten Films – allen voran in Pakistan. Trotzdem wurde er dort millionenfach geschaut und ist laut Studien der am häufigsten illegal heruntergeladene Film des Landes.

Um einen anderen Rekord geht es derweil im folgenden Artikel:

Das hätte so im Vorfeld keiner erwartet: „Scream 7“ stellt beeindrucken Kino-Rekord auf