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Berlin/Stuttgart – Warum laufen Migration und Abschiebung in Deutschland manchmal so ungerecht ab? Dieser Frage geht BILD-Vize Paul Ronzheimer in der aktuellen Folge „RONZHEIMER – Wie geht’s, Deutschland?“ (Dienstag, 20.15 Uhr, Sat.1) nach und stellt unter anderem einen Fall vor, der wütend macht. Es geht um die syrische Großfamilie H. Die 17 Mitglieder kamen 2015 als anerkannte Flüchtlinge nach Deutschland – und verbreiteten seitdem Angst und Schrecken.

Diebstahl, Erpressung, versuchter Totschlag

Das Strafregister der Familie H. ist gewaltig: Diebstahl, Erpressung, versuchter Totschlag. Sechs der Mitglieder waren schon im Gefängnis. Paul Ronzheimer, der für seine Recherche auch Menschen trifft, die Deutschland trotz gelungener Integration wieder verlassen sollen, fragt: „Schiebt der Staat die Falschen ab? Denn gleichzeitig leben schwerkriminelle Geflüchtete seit Jahren im Land, weil Abschiebungen nicht möglich sind. Eine syrische Großfamilie hatte über 160 Delikte zu verantworten und lebte trotzdem jahrelang in Stuttgart.“

Die Brüder Mohammed (23, vl.), Khalil (17) und Jamil (27) wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Drei Mitglieder der Großfamilie H. – Mohammed (23, l.), Khalil (17, m.) und Jamil (27) – wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart

Eine der Straftaten der Familie sorgte deutschlandweit für Schlagzeilen: Am 30. Juni 2024 stachen die drei Brüder Mohammed (23), Khalil (17) und Jamil (27) mit einem Messer auf Passanten ein, verletzten einen Mann lebensgefährlich. Der jüngste hatte zu diesem Zeitpunkt allein 34 Straftaten begangen. Die drei wurden zu Haftstrafen verurteilt. Der Rest verließ Deutschland schließlich auf Druck des Sonderstabs für gefährliche Ausländer.

Amt überwies Familie monatlich 10.000 Euro

Paul Ronzheimer trifft in der Sat.1-Doku den Vermieter der Großfamilie. Faruk Saygin zeigt dem BILD-Vize, wie die Familie das Haus zurückließ, in dem sie jahrelang gewohnt hatte. In einem Steingrill finden die beiden verbrannte Dokumente. „Die waren eigentlich die ganze Zeit hier im Haus“, berichtet Faruk. „Die Kinder hatten viel Angst vor dem Anführer.“ Die Miete kam aber immer pünktlich – sie wurde vom Jobcenter bezahlt. Insgesamt überwies das Amt monatlich 10.000 Euro an die Familie: 2000 Euro Miete plus durchschnittlich 470 Euro zusätzliche Leistung pro Person. Noch heute flattern Rechnungen ins Haus. Zum Beispiel Mahnungen über unbezahlte iPhones.

Der Vermieter der Großfamilie zeigt Paul Ronzheimer, wie die Syrer lebten. Die Miete kam immer pünktlich: vom Jobcenter …

Der Vermieter der Großfamilie zeigt Paul Ronzheimer, wie die Syrer lebten. Die Miete kam immer pünktlich – und zwar vom Jobcenter

Foto: Sat.1

Vor dem Anführer der Großfamilie hatten die Kinder Angst

Vor dem Anführer der Großfamilie hatten die Kinder Angst

Foto: Sat.1

Sonderstab brachte Familie dazu, Land zu verlassen

Paul Ronzheimer berichtet: „Dass die Familie Deutschland verlassen hat, ist einem 50-köpfigen Sonderstab zu verdanken.“ Er trifft einen der Ermittler der Einheit für gefährliche Ausländer. Der will unerkannt bleiben und berichtet, man habe der Familie aufgezeigt, dass man ihren Aufenthalt in Deutschland so unattraktiv wie möglich machen werde, wenn sie nicht freiwillig gehe. Zum Beispiel, indem man Sozialleistungen immer wieder prüfe und einschränke. Der Ermittler: „Die Strategie der 1000 Nadelstiche hat schließlich gefruchtet.“

RONZHEIMER-Doku in Sat.1 beleuchtet Migrationsprobleme: So wohnte die kriminelle syrische Großfamilie

Quelle: Sat.1/Joyn17.03.2026

„RONZHEIMER – Wie geht’s, Deutschland?“ (Dienstag, 20.15 Uhr, Sat.1 und auf Joyn)