Stand: 17.03.2026 21:00 Uhr
Hamburg hat im vergangenen Jahr wieder einen Kreuzfahrtrekord erreicht: 1,4 Millionen Passagiere wurden in der Hansestadt abgefertigt, ein Plus von rund neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
295 größere Kreuzfahrtschiffe haben im vergangenen Jahr in Hamburg angelegt – dazu kommen noch mehrere Dutzend Flusskreuzfahrten. In diesem Jahr setzt sich der Trend fort, dann rechnet die stadteigene Kreuzfahrtgesellschaft Cruise Gate Hamburg mit mehr als 330 Anläufen.
Kreuzfahrtgäste geben mehr als 130 Euro in Hamburg aus
Nicht nur der Hafen profitiert von den Kreuzfahrttouristen und -touristinnen, sagte Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstag. Mehr als 70 Prozent nutzten gastronomische, kulturelle Angebote oder gingen zum Shoppen. Inzwischen würden 38 Prozent aller Kreuzfahrtgäste mindestens eine Nacht vor oder nach ihrer Reise in Hamburg verbringen. Das sei im Vergleich zu 2016 eine Verdoppelung. Im Schnitt geben Kreuzfahrtgäste, die hier starten oder auschecken, mehr als 130 Euro während ihres Aufenthaltes in Hamburg aus.
Mehr Schiffe nutzen Landstromanlagen
Ein Lob gibt es von der Umweltschutzorganisation NABU – und zwar, weil immer mehr Kreuzfahrtschiffe während der Liegezeit in Hamburg Landstrom beziehen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beträgt mehr als ein Viertel. Dadurch würde die Luftverschmutzung eingedämmt. Allerdings tut die Branche laut NABU bislang zu wenig, um ganz auf fossile Brennstoffe für den Schiffsbetrieb zu verzichten.

Hamburg feiert in diesem Jahr den 837. Hafengeburtstag. Das Fest geht über drei Tage. Partnerland ist dieses Jahr die „Liverpool City Region“.

Laut jüngstem Kreuzfahrtranking sind Schiffe norwegischer Reedereien am wenigsten klimaschädlich. Derweil gab es in Hamburg Protestaktionen gegen die Kreuzfahrtindustrie.

Bislang ist die Nutzung von Landstrom freiwillig. Langfristig sollen aber mit diesem Modell verpflichtend Emissionen gesenkt werden.