Erhebung der Stadt: Anna ist der Dauerbrenner – das sind die häufigsten Vornamen in Stuttgart Bei Neugeborenen in Stuttgart waren im vergangenen Jahr Emma und Noah die beliebtesten Vornamen. Foto: Fabian Strauch/dpa

Rund 40.000 verschiedene Vornamen gibt es in Stuttgart. Das Statistische Amt hat sie ausgewertet. Auf einer Internetseite kann man nach Herzenslust stöbern.

Nenne mir deinen Vornamen und ich sage dir, wie alt du bist. An diesem Spruch ist etwas dran. Das wissen auch Telefonbetrüger, die besonders gerne dort anrufen, wo sie anhand der Vornamen ältere Menschen vermuten. Wie die Zusammenhänge genau sind, welche Trends und Favoriten es bei den Vornamen gibt, erfasst das Statistische Amt der Stadt Stuttgart und bietet seit 2023 ein sogenanntes Dashboard an, also eine Internetseite, auf der jeder selbst recherchieren kann. Es ist jetzt aktualisiert worden.

„Vornamen sind mehr als bloße Etiketten: Sie spiegeln kulturelle Trends, gesellschaftliche Entwicklungen und familiäre Traditionen wider. Ihre Beliebtheit verändert sich über Generationen hinweg und erlaubt spannende Rückschlüsse auf Zeitgeist und Migrationsgeschehen. Auch in Stuttgart zeigt sich dies deutlich“, heißt es beim Statistischen Amt. Der aktuelle Stand findet sich unter https://vornamen.dashboardstr.de. Dort lassen sich unter verschiedenen Stichpunkten die Namenslisten anzeigen, man kann auch nach einzelnen Vornamen suchen.

Die Spitzenplätze bei den Stuttgarterinnen insgesamt belegen mit deutlichem Vorsprung Maria und Anna mit jeweils über 5000 Frauen, die so heißen. Die Besonderheit bei Anna: Dieser Vorname ist quer über alle Altersgruppen hinweg vorn dabei, hat seine Beliebtheit also über mehrere Generationen hinweg behalten. Bei den Männern liegt Michael mit deutlich über 5000 Personen vorn, es folgen mit jeweils gut 4000 Thomas und Andreas.

Bei den Neugeborenen sieht es etwas anders aus. „Die Wahl des Vornamens ist eine der ersten und wichtigsten Entscheidungen, die Eltern für ihr Kind treffen – ein Name, der es ein Leben lang begleiten wird“, heißt es bei den Statistikern. Bei den bis Anfang 2025 geborenen Mädchen – so weit reicht die Statistik zurück – war Emma weiterhin der beliebteste Vorname, gefolgt von Lina, Matilda, Mia und Clara. Auch bei den Jungen blieben Noah und Karl an der Spitze, während Matteo, Paul und Theo im Ranking weiter aufgestiegen sind.

Sophia und Noah sind bundesweit im vergangenen Jahr die beliebtesten Babynamen gewesen. Foto: epd/Nadine Heggen

Etwas überraschend sind die Gesamtergebnisse, wenn man nach Vornamen sucht, die bei Menschen mit Migrationshintergrund häufig vorkommen. Dort findet sich Mohammad bei den Männern recht weit hinten auf Platz 15, allerdings gibt es dazu auch weitere Schreibweisen. Die nächsten folgen mit Ali und Dimitrios erst auf den Rängen 43 und 64. Bei den Frauen lässt sich unter den ersten hundert Plätzen überhaupt nicht sicher sagen, welche Vornamen wohl aus welchem kulturellen Umfeld stammen.

Allerdings ergibt eine Stichprobe, dass einige – vor allem seltene – Vornamen in der Auswahl gar nicht angezeigt werden und dementsprechend auch nicht abgefragt werden können. Für die große Masse gilt das allerdings nicht. So wie für Maria, Anna und Michael.