Die Gewerkschaft Verdi hat für diesen Mittwoch, von 11 Uhr an, sowie für Donnerstag, 19. März, ganztägig zum Streik im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Schon an diesem Vormittag machte sich der Ausstand bemerkbar, wie die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mitteilte.

Von 9 Uhr an rückten die Fahrzeuge schrittweise in die Betriebshöfe ein, um zu vermeiden, dass mit Streikbeginn Tram- und U-Bahnen sowie Busse auf der Strecke abgestellt werden. Von 11 Uhr an wurde auf das Notnetz umgestellt, wie es bereits in den vorhergehenden Streikrunden der Fall war.

Welche Busse und Bahnen fahren

Die Busse sichern nach Angaben der MVG dabei die Grundversorgung auf allen Linien im gesamten Stadtgebiet, die Takte sind ausgedünnt. Am Mittag teilte die MVG mit, dass etwa zwei Drittel aller Busse im Einsatz seien. 

Bei der Tram bleibt nur die stark nachgefragte Linie 20 in Betrieb. Sie fährt im Zehn-Minuten-Takt. Der Betrieb ist nach aktuellem Stand bis 18 Uhr gesichert, bis 23 Uhr ist ein 20-Minuten-Takt möglich.

Bei der U-Bahn konnte der Betrieb weiter ausgedehnt werden. Die Züge fahren mindestens alle zehn Minuten auf den folgenden Abschnitten: Fürstenried West – Brudermühlstraße – Sendlinger Tor – Marienplatz – Münchner Freiheit – Fröttmaning sowie Harthof – Scheidplatz – Hauptbahnhof – Sendlinger Tor. Der Betrieb ist voraussichtlich bis Betriebsschluss gesichert. Damit ist in den Abendstunden auch die Fröttmaninger Arena mit der U-Bahn erreichbar. Dort findet um 21 Uhr das Champions-League-Spiel des FC Bayern München gegen Atalanta Bergamo statt. Die U-Bahn fährt bis Betriebsschluss im Abschnitt Fürstenried West – Fröttmaning mindestens alle zehn Minuten.

Notlösung für die Anreise zur Allianz-Arena

Für die Anreise zum Stadion steht von 17.30 Uhr an der kostenlose Bustransfer des FC Bayern zwischen der S-Bahnhaltestelle Donnersbergerbrücke und Kieferngarten zur Verfügung. Von dort ist die Arena fußläufig über die Kieferngartenstraße erreichbar. Nach dem Spiel fahren die Busse vom Kieferngarten zum Stachus. Der Bustransfer wird mit zusätzlichen Fahrten privater Omnibusunternehmen verstärkt. Auch bei der Heimreise kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Insbesondere für Fans aus dem Umland bieten sich Fahrgemeinschaften an.

Für den Donnerstag kündigt die MVG ebenfalls einen Notbetrieb an:  Busse würden die Grundversorgung auf allen Linien im gesamten Stadtgebiet sichern. Die Priorität liege auf der möglichst gleichmäßigen Verteilung der einsatzbereiten Fahrzeuge im Netz.

Bei der Tram könne die Linie 20 regulär in Betrieb gehen. Bis Mittag sei nach aktuellem Stand ein Zehn-Minuten-Takt möglich.

Die U-Bahn bleibe zunächst außer Betrieb. Abhängig von der Personalverfügbarkeit gingen einzelne Linien ganz oder abschnittsweise in Betrieb.

Auf mvg.de oder in der App MVGO informiert die Verkehrsgesellschaft über das konkrete Angebot, die Informationen werden laufend aktualisiert.