Die Streikwelle in Düsseldorf ebbt nicht ab. Nachdem der Nahverkehr bis auf einige Buslinien am Dienstag komplett lahmgelegt wurde und das auch für Donnerstag ansteht, geht es Ende dieser und Anfang kommender Woche mit weiteren Einschränkungen weiter. Die Gewerkschaft Verdi ruft für Freitag, 20. März, zu ganztägigen Streiks in Nordrhein-Westfalen und damit auch bei der Rheinbahn auf. Für Montag wiederum kündigt die ebenfalls stark beim Düsseldorfer Verkehrsunternehmen organisierte NahVG Arbeitsniederlegungen an.
Am Freitag sind zunächst nur geringe Auswirkungen für den Betrieb in Düsseldorf zu erwarten. So ruft Verdi nur die Beschäftigten der Betriebshöfe in Benrath sowie in Ratingen-Tiefenbroich und Mettmann zum Streik auf. Die Rheinbahn teilt dazu mit: „Die U-Bahnen und die Straßenbahnen fahren wie gewohnt.“ In Düsseldorf soll das auch weitgehend für den Busverkehr gelten. Einschränkungen sind da eher im Kreis Mettmann zu erwarten.
Am Montag wird der Streik deutlich spürbarer, aber nicht so deutlich wie in dieser Woche. Die NahVG ruft für Montag ab 9 Uhr zu Arbeitsniederlegungen an den Betriebshöfen in Lierenfeld, Heerdt, Benrath sowie Ratingen-Tiefenbroich auf. Eine große Kundgebung soll um 10 Uhr vor dem Betriebshof Lierenfeld stattfinden, bei der die Streikenden ihren Forderungen Nachdruck verleihen wollen.
Die Rheinbahn rechnet damit, dass die meisten Linien fahren, „dennoch sind kurzfristige Ausfälle und Abweichungen möglich“. Was genau zu erwarten ist, ist demnach noch offen. Die Rheinbahn kündigt an, am Streiktag über die Fahrplanauskunft zu informieren. „Die Fahrgäste können dort überprüfen, ob ihre Verbindung zustande kommt.“
Konkret fordern die Beschäftigten Entlastungen bei der Arbeitszeit und den Schichtdiensten sowie Verbesserungen bei Zuschlägen. Die dritte Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern soll am 24. März in Bochum stattfinden.