Mögliche Stadtregierung
Bündnisse im Römer: Kommt jetzt die Kenia-Koalition?
Aktualisiert am 18.03.2026 – 20:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Drei Figuren auf einer Landkarte symbolisieren die Keniakoalition (Symbolbild): Im Frankfurter Rathaus könnte es eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD geben. (Quelle: Steinach/imago-images-bilder)
Nach dem Wahlsieg der CDU beginnt in Frankfurt das Ringen um die Macht.
Jetzt beginnt die Tüftelei: Wer kann und mag miteinander in Frankfurt regieren? Mit den amtlichen Endergebnissen können die Parteien und neu gebildeten Fraktionen verhandeln, wer regiert – und wer in der Opposition bleibt. Schon vor Veröffentlichung der Endergebnisse gab es erste Trends und Mutmaßungen, welche Koalitionen im Frankfurter Römer überhaupt infrage kommen – und welche eher nicht.
Das vorläufige amtliche Endergebnis sieht so aus: Die CDU ist Wahlsiegerin und hat 25,0 Prozent der Stimmen geholt. Sie bekommt 23 Sitze. Ihr folgen die Grünen mit 20,8 Prozent, ihnen stehen 19 Sitze zu. An dritter Stelle liegt die SPD mit 16,6 Prozent und 15 Sitzen.
Unter den kleineren Parteien befinden sich die Linke. Sie hat 9,2 Prozent und 9 Sitze erhalten. Die AfD landet bei 8,2 Prozent und 8 Sitzen. Volt holt 4,8 Prozent und 5 Sitze, die FDP ergattert vier Sitze bei 4,6 Prozent der Stimmen.
An erster Stelle steht ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD: Die sogenannte „Kenia-Koalition“ würde die drei größten Parteien zusammenbringen und käme ohne zusätzliche Partner aus. Zudem wäre die SPD, die Partei des amtierenden Oberbürgermeisters Mike Josef, weiterhin Teil der Stadtregierung. Aus der SPD heißt es, man strebe ein „stabiles Bündnis“ mit wenigen Partnern an, wie die „FAZ“ berichtet.
Doch zwischen den drei großen Parteien tun sich einige Gräben auf, vor allem bei Themen wie Verkehr, Stadtplanung oder Wohnen. Besonders kontrovers diskutiert werden die Differenzen beim Thema Drogenpolitik und Suchthilfe: Die CDU gilt hier als Fundamentalgegner ihres ehemaligen Koalitionspartners. Diese Position vertrat man auch vehement im Wahlkampf. Bei der Verteilung wichtiger Dezernate dürfte ebenfalls mit harten Bandagen gekämpft werden.
Eine Option ohne den Wahlsieger CDU wäre ein Bündnis aus Grünen, SPD, Linken und Volt. Dieses Modell war bereits vor der Wahl diskutiert worden, als die Parteien gemeinsam den Haushalt verabschiedeten.
Rechnerisch könnte es knapp für eine Mehrheit reichen. Allerdings gilt ein solches Bündnis als tendenziell riskant.
