Mitten in der Fußgängerzone

Warum in der Königstraße gerade ein Loch gegraben wird

Aktualisiert am 18.03.2026 – 22:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Baustelle in der Königstraße: Bis 2027 sollen die Arbeiten andauern.Vergrößern des Bildes

Die Baustelle in der Königstraße: Bis 2027 wird dort gebaut. (Quelle: N-Ergie/Mandy Bruch)

Die Nürnberger Fußgängerzone wird über Monate zur Baustelle. Der Grund dafür liegt unter der Erde – und stammt aus den 1960ern.

Mitten in der Nürnberger Fußgängerzone stehen gerade Bagger. Sie graben ein Loch in der Königstraße vor der Mauthalle. Der Grund für die Baustelle liegt unter der Erde: Der örtliche Energieversorger N-Ergie bereitet die Sanierung einer unterirdischen Trafostation vor, wie das Unternehmen Anfang März mitteilte.

Die Arbeiter würden aktuell einen Verbau errichten, der es im Anschluss ermögliche, die 1961 erbaute Anlage freizulegen. Das Bauwerk müsse altersbedingt saniert und neu abgedichtet werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Nach eigenen Angaben investiert die N‑Ergie 1,5 Millionen Euro in die Sanierung.

Die Arbeiten sollen in zwei Abschnitten erfolgen. Dafür ist laut N-Ergie jeweils eine Baugrube nötig, die sich jeweils über die halbe Breite der Königstraße erstrecken wird. Der erste Bauabschnitt soll im November dieses Jahres fertig werden, der zweite folgt im kommenden Jahr.

Für Fußgänger bedeuten die Bauarbeiten, dass sie über Monate nur die halbe Breite der Königstraße, die vom Hauptbahnhof über die Lorenzkirche bis zum Hauptmarkt führt, nutzen können. Der Zugang zur Mauthalle und allen ansässigen Geschäften bleibe aber möglich – etwa über „aufwendige Brückenkonstruktionen“, heißt es von der N-Ergie.

In der unterirdischen Station wird laut dem Unternehmen Strom von der Ebene der Mittelspannung auf Niederspannung umgewandelt. Über die Station würden letztlich Teile der Lorenzer Altstadt mit Energie versorgt.

Die Trafostation an der Mauthalle stellt gleichzeitig eine Besonderheit dar – insgesamt gebe es nur sieben solcher unterirdischen Stationen in Nürnberg. Eine weitere liegt etwa unter dem Wetterhäuschen an der Lorenzkirche. Diese wurde bereits 2023 saniert.